„Fußball ist mein Leben“

17-jähriger Putzbrunner wechselt zum 1. FC Nürnberg

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Tobias Stoßberger (schwarzes T-Shirt) im Kreise seiner ehemaligen Fußballkameraden der A-Jugend des SV Putzbrunn.

Der 17-jährige Tobias Stoßberger aus Putzbrunn gehört zu den größten Fußball-Talenten der Region. Angefangen hatte er als Fünfjähriger beim SV Putzbrunn, wo er später von der Spielvereinigung Unterhaching entdeckt wurde. Jetzt unterschrieb er einen Vertrag beim 1. FC Nürnberg. Dort will er sich nun in den Zweitliga-Kader kämpfen.

Fußballtrainer Morten Püschel vom SV Putzbrunn ist stolz: Einer seiner früheren Schützlinge ist mit großen Schritten auf dem Weg zum Profi! Tobias Stoßberger, der mit fünf Jahren bei Püschel die Grundlagen des Fußballs gelernt hatte, unterschrieb jetzt einen Vertrag beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Vergangene Woche zog der junge Mann mit Sack und Pack in die Franken-Metropole; seit wenigen Tagen trainiert er mit der A-Jugend der Nürnberger.

Dass der Weg des jungen Manns nicht in Putzbrunn enden würde, war den Verantwortlichen des SV schnell klar. Als Stoßberger 14 Jahre alt war, wechselte er zur SpVgg Unterhaching. Gemeinsam mit seinen Putzbrunner Mannschaftskameraden Benedikt und Valentin Vollmann war er zu einem Probespiel eingeladen worden; und die drei bestanden! „Der Abschied von Putzbrunn war schwer. Aber Unterhaching war halt auch eine Riesen-Chance“, sagt Stoßberger im Rückblick.

Und der junge Mann nutzte die Gelegenheit. Schon in seiner zweiten Saison in Hachings B-Jugend wurde er Torschützenkönig der Bayernliga. Und im Jahr darauf schaffte er es mit der B-Jugend in die Bundesliga, wo er bei insgesamt neun Spiele mitmachte, bevor er verletzungsbedingt ausfiel. „Es war schon erstaunlich, dass ich so erfolgreich war“, gibt der Putzbrunner bescheiden zu.

Nun bekommt er beim 1. FC Nürnberg die nächste Gelegenheit, sich zu beweisen. Und Tobias Stoßberger hat viel vor: „Ich wollte schon immer in höheren Ligen spielen, deshalb will ich auch versuchen, Stammspieler zu werden!“ Im Training mit der Nürnberger A-Jugend rufe er „in jedem Training seine beste Leistung ab“. Offenbar eine Sache, die ihm bei den Nürnbergern leicht fällt: „Es wird sehr intensiv trainiert, das gibt mir Schwung. Außerdem ist es ein sehr, sehr gutes Team und ich wurde nett aufgenommen.“

Doch nicht nur der 1. FC Nürnberg hatte Interesse an dem jungen Putzbrunner. „Ich hatte auch Angebote von Bayern München, den 60ern und dem FC Augsburg“, sagt er. Warum er sich letztlich „nur“ für den Zweitligisten aus Franken entschied? „Bei den Bayern ist es sehr schwer, Profi zu werden, und Nürnberg hatte einfach den besten Platz und Ausstattung. Außerdem ist es auch eine schöne Stadt zum Leben!“ Doch nicht nur fußballerisch war der Umzug nach Nürnberg ein großer Schritt für den jungen Mann: Er verließ sein Elternhaus und bezog seine erste eigene Wohnung. Seine Eltern würden sich für ihn freuen, klar; ganz leicht sei es ihnen aber nicht gefallen, ihren Sohn gehen zu lassen, erzählt der 17-Jährige. Ganz auf den Fußball und eine mögliche Profikarriere will sich Stoßberger aber dann doch nicht verlassen. In Nürnberg absolviert er nun auch eine Ausbildung zum Koch, wobei der Verein natürlich darauf achtet, dass seine wertvollen Fußballer von der Arbeit nicht allzu sehr in Anspruch genommen werden. „Praktischerweise ist mein Ausbilder, die Nürnberger Versicherung auch Hauptsponsor des Vereins. Die sorgen schon dafür, dass ich immer rechtzeitig zum Training komme“, sagt Stoßberger lachend. Zudem will er einen Trainerschein machen, um später als Fußballcoach arbeiten zu können und langfristig auch die Mittlere Reife machen.

Doch das Hauptziel ist klar: Profispieler werden! Denn: „Fußball ist mein Leben, deshalb stehe ich auch fünf bis sechs mal pro Woche auf dem Platz und trainiere.“ 

Wolfgang Rescher

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