Wasserpreise bleiben stabil

VE|M0 mit sechs neuen Satzungen unter einem Dach angekommen

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Das gKu VE München Ost hat seinen Sitz in Poing.

Quasi ohne Diskussion in öffentlicher Sitzung beschloss der Verwaltungsrat sechs neue Satzungen für das gemeinsame kommunale Unternehmen – zuständig für die Wasserversorgung von sieben sowie die Abwasserversorgung von 13 Gemeinden – heute VE|MO – genannt.

„Zur Anpassung an die jüngsten Entwicklungen“ gemäß Gesetzesänderungen und Urteilen der Verwaltungsgerichte wurden fünf der Satzungen in der jüngsten Verwaltungsratssitzung des „gemeinsamen Kommunalunternehmen für Wasser- und Abwasserversorgung“ von den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden unter dem Vorsitz von Piet Mayr beschlossen: für das Unternehmen, die Wasserabgabe (Trinkwasser) und Entwässerung (Abwasser) sowie je eine für die Beiträge für Bereitstellungs- und Verbrauchskosten. Die sechste Satzung – ein Neuerlass der Entschädigungssatzung – befasst sich mit der Entschädigungsvergütung der 13 Verwaltungsratsmitglieder, den jeweils ersten Bürgermeistern der 13 Mitgliedsgemeinden, für ihre Tätigkeit. Diese „tritt rückwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft“. Die monatliche Pauschale für den Verwaltungsratsvorsitzenden beträgt 800 Euro, seinen Stellvertreter 200 Euro und je 40 Euro die übrigen elf Verwaltungsräte. In der Sitzung nachgebessert wurde nur die Unternehmenssatzung bezüglich der Einstellungsvollmacht des Vorstands. Hier soll auf Anregung von Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder in mehreren höheren Gehaltsgruppen der Verwaltungsratsvorsitzende hinzugezogen werden.

Obwohl in einer früheren Verwaltungsratssitzung von Klaus Korneder angeregt wurde, aufgrund der Defizite und der für heuer gut 5,7 Millionen Euro geplanten Investitionen, die zu 85 Prozent mit Krediten finanziert werden sollen, im Trinkwasserbereich in den sieben Gemeinden neu zu kalkulieren, blieb dieser unverändert auf 1,37 Euro/Kubikmeter. In dem nicht mit Defizit ausgewiesenen Entwässerungsbereich zahlt der Bürger in den 13 Gemeinden, darunter Aschheim, Feldkirchen, Grasbrunn und Kirchheim, weiterhin 2,14 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Geschäftsführender Vorstand Thilo Kopmann betonte nach der jüngsten Verwaltungsratssitzung gegenüber HALLO, dass derzeit keine Neukalkulation für den Trinkwasserpreis anstehe.

Der einstige Abwasserzweckverband München-Ost bestand aus 13 Verbandsgemeinden in den Landkreisen Ebersberg, München-Land und Erding, hier steht das Klärwerk; die Zornedinger Gruppe als Trinkwasserversorger hingegen nur aus sieben Verbandsgemeinden zu denen Vaterstetten ohne das Gebiet des Wasserbeschaffungsverbands Baldham, Aschheim ohne den Ortsteil Dornach sowie Poing, Pliening, Kirchheim, Feldkirchen und Zorneding, auf dessen Flur sich die Trinkwasser-Brunnen befinden. Verbandsgemeinden wie Grasbrunn, Kirchseeon oder Finsing haben noch immer ihre eigene Trinkwasserversorgung.

Ein Jahrzehnt ist seit dem Zusammenschluss der Verbände vergangen. Einen hohen Stellenwert maß man den Synergien bei, wenn von Wasserverband Zornedinger Gruppe und Abwasserverband München-Ost in einem Haus untergebracht sind. Doch es folgten mehrfach nicht unerhebliche Preisanpassungen nach oben.„Aufgrund der fehlerhaft ausgestellten Gebührenbescheide im Februar entsteht kein wirtschaftlicher Nachteil für das g Ku VE München Ost“, erklärte Thilo Kopmann auf Nachfrage. Es war ein Fehler in der Software und die dafür verantwortliche Firma werde dies entsprechend regulieren. Der Fehler wurde bereinigt und Kunden, die das Abwasser und das Trinkwasser über das gKu VE München Ost abrechnen, haben inzwischen ihre Abrechnungen erhalten. „Sie sind in der Pipeline“, erklärte Pressesprecherin Susanne Strauch bezüglich der Abwasserabrechnungen für die Kunden, deren Abwasser nach Finsing fließt, das Trinkwasser aber aus der gemeindeeigenen Versorgung kommt. In den kommenden Wochen werde man sie verschicken.

ar

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