Geprüft wird schon mal

Radschnellverbindung von München nach Kirchheim

+
Mit möglichen Radschnellwegen quer durch München hindurch hat sich auch der Regionale Planungsverband bereits beschäftigt.

Mit dem Drahtesel mal schnell von Kirchheim zum Münchner Marienplatz. Diese Vision könnte Realität werden. Denn der Münchner Stadtrat hat jetzt eine Machbarkeitsuntersuchung für eine Radschnellverbindung vom Altstadtring nach Kirchheim in Auftrag gegeben.

ür Entlastung auf den vielfach hoch frequentierten Straßen im Ballungsraum München sowie den angrenzenden Landkreisen sollen sie sorgen: die Radschnellverbindungen. Sie sollen risikominimiertes, geschwindigkeitsförderndes Fahren und gleichmäßige Befahrbarkeit gewährleisten. Kreuzungsfreiheit durch Unter- und Überführungen, Geradlinigkeit beziehungsweise weite Kurvenradien, gute Fahrbahnqualität und größere Radwegbreiten soll Geschwindigkeiten bis zu 30 Kilometer pro Stunde ermöglichen.

Ob dies auch im Raum München möglich ist, will jetzt die Landeshauptstadt untersuchen lassen. Der Stadtrat beschloss, für fünf radiale Radschnellverbindungen Machbarkeitsuntersuchungen in Auftrag zu geben. Eine der Strecken soll vom Münchner Altstadtring nach Kirchheim führen – und eventuell weiter nach Ebersberg.

Die Gutachter sollen die Projektgrundlagen erarbeiten, eine analytische Untersuchung durchführen und ein Konzept vorlegen. So soll zu Beginn ein Bewertungsschema mit messbaren Indikatoren entwickelt werden, das für die Bewertung der konkreten Routenverläufe als Beurteilungs- und Vergleichsrahmen herangezogen wird. Im analytischen Teil der Untersuchung sollen vorliegende Planungen und Unterlagen zum Thema Radverkehr geprüft, bewertet und bei der Erarbeitung der vertieften Machbarkeitsuntersuchung berücksichtigt werden. Dabei sollen auch erste konkrete Routenvorschläge unterbreitet werden.

Nachdem die unterschiedlichen Routenverläufe festgelegt und vertieft analysiert worden sind, sollen detaillierte Steckbriefe für alle Teilabschnitte entwickelt und anhand des Bewertungsschemas gegenübergestellt werden. Auf dieser Grundlage wird dann die Vorzugsvariante ausgewählt, die im Anschluss im kompletten Verkauf detailliert geplant werden soll.

Die Baukosten einer vier Meter breiten Radler-Trasse werden von Experten übrigens mit einer Million Euro je Kilometer veranschlagt. Bis zur Umsetzung wird sicher noch einige Zeit vergehen, auch wenn die Auftragsvergabe für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen ist. 

fit

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Der lange Marsch des Alexander Denk aus Ottendichl
Der lange Marsch des Alexander Denk aus Ottendichl
Dieser Schädling frisst Löcher in den Wald: Borkenkäfer-Alarm im Würmtal
Dieser Schädling frisst Löcher in den Wald: Borkenkäfer-Alarm im Würmtal

Kommentare