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Landkreis begrüßt 572 Neueingebürgerte

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Landrat Christoph Göbel mit Neueingebürgerten beim Empfang im Bürgerhaus Unterföhring. Vor allem die Zahl der Briten, die nun einen deutschen Pass haben, ist in den vergangenen Monaten enorm gestiegen.

Der Landkreis München hat seine Neueingebürgerten im Bürgerhaus Unterföhring festlich begrüßt. Die 572 Frauen, Männer und Kinder, die seit Ende 2015 bis zum Frühjahr 2017 beim Landratsamt ihre Einbürgerungsurkunden erhalten hatten, feierten gemeinsam mit Mitarbeitern des Ausländeramtes, Landrat Christoph Göbel und weiteren Gästen ihre neu erworbene Staatsbürgerschaft.

„Die Entscheidung für eine Einbürgerung ist ein bedeutender Schritt“, findet Vanessa Cyran, Leiterin des Referats „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“, die durch die Veranstaltung führte. „An diesem Abend wird die Arbeit der Ausländerbehörde greifbar, das finde ich toll!“

Insgesamt leben im Landkreis rund 64.000 Ausländer. 572 von ihnen haben im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Mehr als in den Jahren zuvor. Und der Trend setzt sich weiter fort: „Die Menschen, die zu uns kommen, sind ein Beleg dafür, dass wir eine attraktive Gegend sind. Die Zahlen steigen sowohl absolut als auch in Relation zur Einwohnerzahl“, so Landrat Christoph Göbel und wandte sich direkt an die Neueingebürgerten: „Sie bekennen sich zu unserem Land und der Verfassung – zu allem was uns in dieser Gesellschaft verbindet.“ Die Einbürgerung dürfe allerdings nicht als letzter Schritt angesehen werden, die Integration müsse gemeinsam gemeistert werden. Einen ganz persönlichen Einblick gewährte eine der Neueingebürgerten, Pinar Balkan. Die Lehrerin wurde als Kind türkischer Eltern in München geboren und ist seit November 2016 deutsche Staatsbürgerin. Auf dem Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft gab es einige Hürden zu bewältigen, wegen des Putschversuchs in der Türkei verzögerte sich beispielsweise die Bearbeitung ihres Antrags enorm. Von den 572 Eingebürgerten stammen mit knapp acht Prozent die meisten aus der Türkei, dicht gefolgt von Rumänien mit gut sechs Prozent. Anschließend folgen Ungarn, Italien und Polen mit je gut fünf Prozent. Ungewöhnlich hoch ist dieses Jahr die Gruppe der Neueingebürgerten aus Großbritannien mit knapp fünf Prozent. Während in den Vorjahren meist fünf bis zehn britische Antragsteller zu verzeichnen waren, sind es seit der Ankündigung des Brexits insgesamt 120. Die neuen Staatsbürger kommen aus insgesamt 76 Herkunftsländern, wobei ein großer Teil der neuen deutschen Staatsbürger aus Ländern der Europäischen Union stammt (43 Prozent). Der Anteil der eingebürgerten Frauen ist, wie auch in den Jahren zuvor, deutlich höher: 59 Prozent sind weiblich.

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