Die Holztreppe bleibt den Zuschauern erspart

Grundstein für die neue Feldkirchner Turnhalle gelegt

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Zahlreich verfolgten die Gäste den Festakt, wobei Feldkirchens zweiter Bürgermeister Andreas Janson (r.) und Architekt Markus Vollmann (Mitte) die üblichen Utensilien wie Geldmünzen, Gemeinderatsbeschlüsse, Pläne und Zeitung an Stefan Kräutler, Geschäftsführer des ausführenden Bauunternehmens, überreichten.

Gerade einmal elf Wochen ist es her, dass an der Olympia Straße der Spatenstich für den Dreifachhallenkomplex erfolgte. Jetzt folgte die feierliche Grundsteinlegung.

Für Feldkirchens Zweiten Bürgermeister Andreas Janson ist das Grundstein-Legen ein guter Brauch, den es gerade für die Turnhalle zu pflegen gelte. So spielte am Freitagnachmittag die Blaskapelle auf und die Spannung der Gäste stieg stetig an. Fragte man sich doch, warum der Bauzaun verschlossen blieb und kein festlich geschmückter Grundstein auf der nahezu fertigen Bodenplatte zu sehen war. Auf die etwa zwei Stockwerke tief unter Bodenniveau gelegene Bodenplatte führte allein eine hölzerne Bautreppe hinab.

Genau diese wollten Andreas Janson und Architekt Markus Vollmann den Gästen nicht zumuten und überreichten die Grundstein-Utensilien an Stefan Kräutler, Geschäftsführer des ausführenden Bauunternehmens – symbolisch. Denn im Anschluss des Festaktes nahm Vollmann die Utensilien wieder an sich, um diese endgültig in einen passenden kupfernen Behälter zu geben, der dann einbetoniert der Nachwelt die Geschichte der Dreifachturnhalle später einmal preisgeben könnte.

Die Geschichte begann 1994 als unter Alt-Bürgermeister Leonhard Baumann der Bebauungsplan für das gesamte Sportareal aufgestellt wurde. Wer damals ein gutes Ausdauertraining absolvierte, konnte fünf Jahre später erleben, dass der Bebauungsplan am 13. September 1999 rechtskräftig wurde. Kaum 17 Jahre später, als Fußballfelder und Tennisanlage bereits lange bespielt wurden, genehmigte der Gemeinderat am 11. August vergangenen Jahres den Entwurf und das Finanz-Budget über 8,2 Millionen Euro für den Dreifachturnhallenkomplex.

Architekt Markus Vollmann unterstrich die Bauleistung der Gemeinde. Mit dem Volumen von 22.000 Kubikmeter entspräche der Dreifachturnhallenkomplex rund dem von 22 Einfamilienhäusern. Für Irritation bei den Besuchern sorgte der Begriff „Sichtbeton“, aus dem ein Teil des Turnhallenkomplexes erstellt werde. Der hieße nicht Sichtbeton, „weil man ihn sieht“. Vielmehr werde für die Verschalung der Betonwand eine besondere Sorgfalt verwendet, damit eine ansprechende Struktur auf der Wandoberfläche entstehe.

„Der Sport hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft“, betonte Andreas Janson. Man werde deshalb auch weiterhin die Entwicklung des Sportgeländes im Auge behalten. Der neue Turnhallenkomplex füge sich harmonisch ins Areal ein. „Ich danke schon jetzt allen Nachbarn, die die physische Belastung während der Bauzeit auszuhalten haben“.

ar

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