„Zusammen. Wachsen“ lautet das Motto

Gemeinderat Kirchheim stimmt Bewerbung zur Landesgartenschau zu

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In fünf Themenfelder soll die Landesgartenschau in Kirchheim aufgeteilt werden. Das genaue Konzept stellte Landschafts- architekt Markus Weinig jetzt den Kirchheimer Gemeinderäten ausführlich vor.

Einen ausführlichen Eindruck des Bewerbungs-Konzepts für die Landesgartenschau bekamen die Kirchheimer Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung. Landschaftsarchitekt Markus Weinig vom Büro Keller Damm Kollegen stellte das Konzept, das danach einstimmig verabschiedet wurde, vor.

Als Headline sehen die Planer das Motto „Zusammen. Wachsen“ – und die Klammer des Ganzen wird der 140.000 Quadratmeter große Ortspark, der die beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten verbinden soll. Der Park bildet das Herzstück des Events – die Hälfte davon ist für Ausstellungen und Themengärten reserviert – und wird gemeinsam mit der Peripherie in fünf Themenfelder aufgeteilt. „Zueinander finden“ mit dem Untertitel „Gemeinschaft & Identität“ spielt sich vorwiegend im Bereich des neuen Rathaus ab. Dort will man Feste und Konzerte veranstalten. Bei „Aufeinander vertrauen“ (Bildung & Betreuung) stehen das neue Gymnasium und das Seniorenheim im Fokus – mit Generations- Themen und Schulgärten. „Miteinander bewegen“ – Mobilität & Gesundheit – will die Besucher ermuntern, mit elektrischen Leihfahrzeugen wie E-Bikes, E-Scooter die Gemeinde zu erkunden oder die nahen Erholungsgebiete – Heimstettener See oder Hausner Moos – kennenzulernen. Der Schwerpunkt „Voneinander leben“ soll die Gäste für Landwirtschaft und Einzelhandel in und um Kirchheim sensibilisieren. Es wird Kooperationen mit den örtlichen Händlern geben, die beispielsweise auf dem Gelände ihre Produkte anbieten. Die landwirtschaftlichen Betriebe geben Einblick in die tägliche Arbeit und für den Nachwuchs werden Besuche in der nahen Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub organisiert. Im fünften und letzten Themenbereich „Für einander bewahren“ stehen Natur- und Klimaschutz im Fokus. Hier sollen die hohen ökologischen Standards der Gemeinde Ausdruck finden – mit Anschauungsbeispielen heimischer und traditioneller Pflanzen. In Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz gibt es Vorschläge für eigene Gartengestaltung.

Dass so ein Event auch finanziell bis zum Letzten durchgeplant sein muss, wurde in der Präsentation deutlich. Dort werden Gesamtkosten von 14,5 Millionen Euro ausgewiesen – 8,5 Millionen für den Park und sechs Millionen für Organisation, Ablauf sowie Herstellung und Rückbau der Anlagen. „Die Gemeinde zahlt für den Ortspark – ob Gartenschau oder nicht – vier Millionen Euro. Den Rest werden die Bauträger übernehmen“, erklärte Bürgermeister Maximilian Böltl und nannte „drei Millionen Euro aus Ticketverkäufen“ als Ziel. Weiterhin rechnet Böltl mit rund vier Millionen Euro staatlicher Zuschüsse.

Der Bürgermeister ist trotz des nahen Abgabetermins der Bewerbung Ende Juni guter Dinge: „Wir haben große Zustimmung in der Gemeinde – bis jetzt 800 Unterschriften – und hoffen, dass wir bei der Informationsveranstaltung noch mehr Bürger für die Bewerbung überzeugen können.“ Auch für Zeitplan und Ausführung sieht er aktuell keine Probleme. „Der Park wird aus einem Guss entstehen und Gymnasium und Rathaus bis zum Beginn fertig werden“, sagte Böltl und ergänzte, „dass die Wohnungen an der südlichen und nordöstlichen Grenze des Parks ebenfalls fertig sind.“ Im nordwestlichen Teil – wo Wohnungen geplant sind – soll es Parkplätze für Autos und Busse geben.  

Gerhard Fuhrmann

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