Gefüllter Gemeindesäckel

Feldkirchner Haushalt auch heuer ohne Kreditaufnahme

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Kinder sind die Zukunft und so soll, da in der Kita Arche Noah (Gartenansicht) noch Platz zur Verfügung steht, eine weitere Gruppe baulich und personell eingerichtet werden.

In der Tat ist Feldkirchens Gemeindesäckel mit über zwölf Millionen Euro gut gefüllt. Doch stehen heuer auch hohe Rechnungen für teure Investitionen ins Haus. Den Löwenanteil macht aus der Umbau des Bahnhofes mit heuer 3,7 Millionen Euro und dem dazugehörigen Grunderwerb für 326.000 Euro, aber auch die Dreifachsporthalle allein für dieses Jahr mit 2,5 Millionen Euro.

Nicht genug der Mamut-Rechnungen. Auch für die Sanierung der Mittelschule in Kirchheim stehen in diesem Jahr 575.000 Euro ins Haus, die Kosten für das Gymnasium folgen mit rund 300.000 Euro für heuer. Mit gleicher Kostengröße schlägt der Abbruch des ehemaligen gemeindlichen Wasserwerks zu Buche. Die Anlagen sind bereits geschlossen. Fast bescheiden wirkt sich dabei die Erweiterung der Kita Arche Noah mit für heuer geplanten 97.000 Euro aus.

Der diesjährige Gesamthaushalt umfasst 37,3 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Vermögenshaushalt mit seinen Investitionen 10,2 Millionen Euro und auf den Verwaltungshaushalt 27 Millionen Euro. In letzterem will Kämmerer Manuel Wagner einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro erwirtschaften, wodurch eine Kreditaufnahme vermieden werden kann. In den Vermögenshaushalt fließen ferner 2,3 Millionen Euro aus den Rücklagen sowie die Einnahmen über sechs Millionen Euro aus der Veräußerung von Beteiligungen und Sachen des Anlagevermögens (in der Regel Bauland für berechtigte Ortsansässige).

Trotz guter Konjunktur rechnet man in Feldkirchen ganz konservativ mit Einnahmen der Gewerbesteuer von rund zwölf Millionen Euro, der Grundsteuer A und B von 947.000 Euro und dem Einkommensteueranteil von 7,2 Millionen Euro. Ferner erhält Feldkirchen rund vier Millionen aus Gebühren, Abgaben und Mieten sowie Erstattungen vom Freistaat.

Mit der neuen Beteiligung des Landkreises München-Land an den weiterführenden Schulen kommt auch die Erhöhung der Kreisumlage. Zahlte Feldkirchen 2016 noch 6,7 Millionen Euro, errechnet Kämmerer Manual Wagner für heuer neun Millionen. An den Bund darf Feldkirchen rund 1,7 Millionen Euro seiner zwölf Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen abtreten.

ar

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