Gemeinsam rechtzeitig Lösungen finden

„Bürgerinitiative für Feldkirchner Familien“ wird gegründet

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Erneute Engpässe bei der Kinderbetreuung in Feldkirchen befürchten Elodie Bastien, Veronika Malke und Dr. Julia-Rebecca Llewellyn. Sie gründen deshalb eine „Bürgeriniative für Feldkirchner Familien“.

Eine „deutliche Erleichterung“ für Eltern bei der Suche nach geeigneten Betreuungsplätzen für ihre Kinder hat die Gemeinde Feldkirchen bei der Einführung des Elternportals „Little Bird“ im März vergangenen Jahren versprochen. Doch in der Realität stehen die Eltern immer noch vor großen Problemen — so großen Problemen, dass jetzt sogar eine Bürgerinitiative gegründet wird.

Die Initiatoren der „Bürgerinitiative für Feldkirchner Eltern“, Elodie Bastien, Veronika Malke und Dr. Julia-Rebecca Llewellyn, zeichnen ein dramatisches Bild bei der Kinderversorgung in Feldkirchen. Derzeit bestünden drei Kindergärten und fünf Einrichtungen, die Krippenkinder aufnehmen. Bei weitem nicht ausreichend, wie sich letztes Jahr gezeigt habe. Denn im Kindergartenjahr 2017/2018 hätten zunächst 25 Kindergartenplätze gefehlt.

„Das bedeutete, im Juni 2017 stand noch nicht fest, ob und wo diese Kinder im September untergebracht werden können. Was das für die betroffenen Familien bedeutet, ist wohl jedem klar“, schildern die Initiatorinnen die Situation. Zunächst seien Eltern von der Gemeinde darauf verwiesen worden, bei Nachbargemeinden anzufragen. Doch die gängige Aussage der Nachbargemeinden war: „Wir nehmen keine Gastkinder auf.“ Und dies, obwohl auch Kindergärten, die bis zu 30 Minuten vom Wohnort entfernt liegen, zumutbar wären.Selbst dann, wenn diese in entgegengesetzter Richtung zur Arbeit der Eltern liegen. Kurzfristige Abhilfe kam schließlich doch noch von der Gemeinde Feldkirchen. Als Notlösung wurde ein Lagerraum im Keller des Hortes im Kindergarten Sankt Jakob umgebaut, so dass letztendlich alle Kinder unterbracht werden konnten.

Doch die drei Initiatorinnen der neuen Bürgerinitiative befürchten eine Wiederholung des Engpasses. Für das kommende Kindergartenjahr finden im Januar und Februar die Tage der offenen Türen der einzelnen Einrichtungen statt. Doch einer der drei Kindergärten habe bereits im Dezember vergangenen Jahres mitgeteilt, dass nur sehr wenig Plätze frei würden und diese bereits an Geschwisterkinder vergeben worden seien. „Natürlich machen wir uns nun Sorgen, dass auch in diesem Jahr nicht alle Kinder untergebracht werden“, so Elodie Bastien, Veronika Malke und Dr. Julia-Rebecca Llewellyn und klagen: „Der Informationsfluss zwischen Gemeinde, Kinderbetreuungseinrichtungen und Eltern ist sehr widersprüchlich und führt zu großer Verunsicherung der Eltern.“ Damit aber soll in Zukunft mit Hilfe der „Bürgerinitiative für Feldkirchner Eltern“ Schluss sein. Denn in der Hoffnung, diesen Dialog zu verbessern und gemeinsam rechtzeitig Lösungen finden zu können, wolle man jetzt rechtzeitig vor der heißen Phase der Kindergartenanmeldung diese Bürgerinitiative gründen.

Gründung der BI

Die Gründungsversammlung der „Bürgerinitiative für Feldkirchner Familien“ findet am Mittwoch, 24. Januar, um 19 Uhr im Flugwerk Feldkirchen an der Sonnenstraße 2 statt. Bei diesem Treffen werden Ideen gesammelt, Erfahrungen ausgetauscht, mögliche Schritte besprochen und Kontaktdaten ausgetauscht. Initiatoren der Bürgerinitiative sind Elodie Bastien, Veronika Malke und Dr. Julia-Rebecca Llewellyn. Um abschätzen zu können, wie viele Plätze benötigt werden, werden alle Interessierten um eine kurze Rückmeldung an buergerinitiative_feldkirchner_familien@web.de gebeten.

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