Viele unterschiedliche Themen

Aschheimer Bürgerversammlung 2017 ist gut besucht

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Mit einer Diashow informierte Bürgermeister thomas Glashauser bei der Bürgerversammlung über die jüngsten Entwicklungen in der Gemeinde Aschheim.

Rund 120 Aschheimer waren der Einladung zur diesjährigen Bürgerversammlung gefolgt. In seinem Bericht zur Lage der Gemeinde informierte Bürgermeister Thomas Glashauser über politische und sportliche Ereignisse sowie über herausragende Einzelleistungen der Bürger und beantwortete geduldig Bürgerfragen.

Die Fragen einzelner Bürger waren vielschichtig. Der Themenbogen reichte von der AFK-Geothermie über die Baupläne neuer Gymnasien in Kirchheim und Aschheim bis hin zur „zukünftigen Verwendung von Gewerbegebieten im Aschheimer Osten“. Ein konkreter Bürgerantrag, der innerhalb der nächsten drei Monate im Gemeinderat zu beschließen wäre, wurde nicht gestellt. Zwei Anfragen hatte Glashauser bezüglich der AFK-Geothermie zu beantworten. Zum einen wollte ein Bürger über deren Gewinn- und Verlustrechnung informiert werden, wobei Glashauser darauf verwies, dass die AFK-Geothermie die Unternehmensform einer GmbH habe und nicht zur Veröffentlichung verpflichtet ist. Dennoch verriet Glashauser, dass der Weg bis zur ersten schwarzen Null noch weit sei. Zum anderen erklärte der Rathauschef einer Bürgerin, dass von jeher nur die Grundlast aus der Geothermie-Energie gespeist wurde, die Spitzenlast am Morgen durch Öl oder Gas erfolge; auch Hackschnitzel waren einmal im Gespräch.

Es werde kein Schwimmbad in naher Zukunft gebaut werden, erklärte Glashauser auf Anfrage. Dennoch muss nicht unbedingt der Schwimmunterricht weiterhin ausfallen. Er stehe im Gespräch mit seinem Bürgermeisterkollegen, um Zeiten für den Schwimmunterricht in Ismaning zu bekommen.

Auch ohne Flüchtlingszustrom steht das Thema Asyl in Aschheim auf der Tagesordnung. Ein Ehepaar monierte die geplanten Mobile-Cubes an der Alpenstraße, da durch diese Art der Bebauung „eine Stigmatisierung der Bewohner“ erfolge, was Glashauser zurückwies. Die Vorteile der Cubes lägen zum einen in der Betonbauweise und zum anderen darin, dass man sie flexibel versetzen, bei Bedarf eben auch andernorts aufstellen könne.

Gegenüber einer Anwohnerin der Alpenstraße, die sich über die Bodenarbeiten, denen keine weiteren Bauarbeiten folgten, beschwerte, drückte Glashauser sein Bedauern aus.

Da nun auch in Feldkirchen die „neuen Flüchtlingsunterkünfte für 64 Personen ans Netz gehen“ werde, wie Landrat Christof Göbel erklärte, könne eine ausgeglichene Verteilung auf die Landkreiskommunen erfolgen. Eine Bürgerin hatte auf die in den Landkreiskommunen stark differenzierenden Zahlen der untergebrachten Flüchtlinge hingewiesen. „Aschheim erfüllt zu 137 Prozente die Quote“.

Besorgt zeigte sich ein Aschheimer Bürger über die Planungen der neuen Gymnasien in Kirchheim und Aschheim. Glashauser versicherte, dass auch Aschheim Sitz und Stimme im Zweckverband der weiterführenden Schulen im Osten Münchens habe. Allerdings müsse in Kirchheim vor Baubeginn noch ein Bürgerentscheid über die aktuelle Ortsplanung durchgeführt werden, bevor der Neubau beginnen könne. In Aschheim hingegen habe man die Grundstücksfrage weitestgehend geklärt.

Was die Kommune auf dem Gebiet, auf dem der Schlachthof geplant war, plane, fragte ein Aschheimer Bürger. Überlegungen zur Zukunft fänden statt, so Glashauser, aber bis 2019 verfüge das Unternehmen Opus über die Fläche. 

ar

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