Eine Meisterschaft, zwei Aufstiege

Volleyball-Erfolgsmodell TSV Unterhaching

+
Die Volleyballer des TSV Unterhaching haben am Wochenende nach einem Sieg gegen Zschopau den Aufstieg in die zweite Bundesliga gefeiert.

Die Volleyballer des TSV Unterhaching haben am Wochenende mit einem Sieg gegen Zschopau den Aufstieg in die zweite Bundesliga fix gemacht. Mit etwas Glück geht es jedoch direkt weiter in Liga eins!

Tolle Blocks, wuchtige Schmetterschläge und eine beinharte Feldabwehr: Der Volleyballsport hat seine besonderen Reize und der TSV Unterhaching könnte darin bald schon wieder zu einer Großmacht werden. Immerhin 250 begeisterte Fans sorgten am Sonntag in der heimischen Bayernwerk-Sportarena am Utzweg für eine prächtige Stimmung, als der frischgebackene Meister und Aufsteiger in die Zweite Volleyball-Bundesliga beim finalen 3:0 gegen den VC Zschopau sein Meisterstück ablieferte. Doch damit längst nicht genug! Denn der viermalige Deutsche Pokalsieger und Vizemeister will sogar zurück in die erste Liga. Für die kommende Saison haben die „Grünen“ beim Verband der Volleyball-Bundesliga (VBL) den Antrag auf eine Wildcard für ein sofortiges Startrecht des Clubs in der höchsten deutschen Spielklasse gestellt. Spricht man in diesen Tagen mit den Machern wie Geschäftsführer und Ex-Erfolgscoach Mihail Paduretu, dann stehen die Chancen der Hachinger auf die Erteilung des Startrechts gar nicht schlecht; die offizielle Entscheidung falle allerdings erst Ende April. Der am Sonntag mit Freibier gefeierte Aufstieg in die Zweite Liga wäre dennoch sportlich nicht umsonst erspielt worden. Denn Paduretu und die Seinen wollen dann sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Bundesliga ein Team stellen. Dass Unterhaching so schnell wieder zu den Großen der Volleyball-Landschaft gehören würde, war nach dem plötzlichen Ende aller Hachinger Volleyballträume 2014 so nicht abzusehen. Nach dem Rückzug des Hauptsponsors waren leistungssportlich am Utzweg erst einmal die Lichter ausgegangen. Doch Team und Verein haben seitdem hart an einer sportlichen Wiederauferstehung gearbeitet. Die Mannschaft um den aktuellen Spielertrainer Dejan Stankovic und Coach Adis Katanovic schaffte drei Aufstiege in Serie und klopft jetzt auch ohne Geldkoffer an den Türen der Eliteklassen an. „Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft, die Fantastisches geleistet hat“, erklärte Geschäftsführer Paduretu am Sonntag auf HALLO-Nachfrage. Es sei die verdiente Belohnung für eine durchwegs starke Mannschaft, so Coach Katanovic.

Während die Spieler nach dem Sieg gegen Zschopau nun erst einmal Pause haben, müssen jetzt die Planer und Tüftler im strategischen Hintergrund und auf der Volleyball-Kommandobrücke der Hachinger ran. Vor allem das wirtschaftliche Lizensierungsverfahren und die Erfüllung aller Wildcard-Kriterien wird den Machern an den Schalthebeln wohl noch mehr Schweißperlen auf die Stirn treiben als dies am Sonntag die Gegner aus Ostdeutschland vermochten. Doch die Zeichen stehen günstig, dass sich der traditionsreiche Volleyball-Standort Unterhaching erneut zu einer starken Größe im Volleyballsport entwickeln dürfte. An eine Rückkehr auf die Trainerbank in Liga eins denkt Hachings Volleyball-Urgestein Paduretu aber nicht: „Wir müssen jetzt erst einmal unsere Hausaufgaben in der Organisation machen. Ich bleibe Geschäftsführer und Trainer der U20, da habe ich ohnehin genug zu tun“ , versichert er. Recht hat er: Denn womöglich muss er mit seinem Nachwuchs bald zwei Bundesligateams bestücken. 

Harald Hettich

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare