Neujahrsempfang in Taufkirchen

Lob für solche Zivilcourage

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Wenn jemand couragiert hilft, wenn andere in Not sind, ist das keine Selbstverständlichkeit. Einer, der das tat, ist der 23-jährige Ludwig Tänzer. Der Taufkirchner rettete zwei Frauen vor einem Grabscher in der nächtlichen S-Bahn. Dem Einsatz gebührt Respekt: Bürgermeister Ullrich Sander dankte dem jungen Mann jetzt im Rahmen des Neujahrsempfangs.

Ludwig Tänzer zeigte Zivilcourage und er würde sich wieder für andere einsetzen. Er hat Charakter und einen gesunden Gerechtigkeitssinn. Auf Anfrage von HALLO beteuert er: „Ich würde immer wieder so handeln“, das steht für den jungen Mann fest. Der angehende Veranstaltungskaufmann war nach einer dienstlichen Veranstaltung gegen 1.20 Uhr auf dem Weg nach Hause, wollte vom Ostbahnhof in Richtung Taufkirchen fahren. In der S3 kam es kurz darauf zu dem schockierenden Vorfall: Zwei junge Frauen wurden von einem offensichtlich berauschten Mann belästigt. Noch am Bahnsteig hatte der Täter eine der Frauen belästigt. „Er war wohl nicht betrunken, aber offensichtlich mit etwas zugedröhnt“, erinnert sich Tänzer noch.

Der Angreifer ließ nicht locker

Die Frauen wollten ihn abwehren, doch der Angreifer ließ nicht locker, packte das Bein einer der Frauen. Das reichte Tänzer, er ging dazwischen, versuchte den Angreifer zu beruhigen. Er habe nur versucht, den Kerl abzulenken und von den Frauen wegzuführen, so der 23-Jährige. Es sei für ihn selbstverständlich gewesen, sich dazwischen zu stellen. Kein leichtes Unterfangen und gefährlich. „Er hat dabei sogar mein Hemd zerrissen“, erzählt der Taufkirchner.

Er war mit gutem Beispiel und Mumm vorangegangen, andere Fahrgäste taten es ihm nach. Die alarmierte Bundespolizei klärte kurze Zeit später die Lage, nahm den Täter mit. Ein 21-jähriger Afghane aus einer Münchner Asylunterkunft, wie sich später herausstellt.

Gegen ihn wurde Strafanzeige gestellt – auch seitens Tänzers. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen kam der Störenfried wieder auf freien Fuß. „Derart selbstlose Hilfe ist selten. Ein großes Lob für so viel Zivilcourage“, dankte Taufkirchens Bürgermeister dem jungen Helden aus seiner Gemeinde. Der bekam einen großen Blumenstrauß und einen riesen Applaus von den rund 300 geladenen Gästen. 

krb

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