Willkommenskultur schaffen

Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen in Taufkirchen

Aktuell beträgt der Anteil der 65-Jährigen an der Taufkirchner Gesamtbevölkerung beachtliche 26,3 Prozent. Mit dem Alter kommen neue Fragestellungen im Leben auf: Wie kann man rechtzeitig vorsorgen, damit man möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden verbleiben kann? Welche unterstützenden Angebote gibt es in der näheren Umgebung? Gibt es Anlaufstellen, die schnell und unkompliziert zu erreichen sind und wer hilft bei Anträgen, Vollmachten, also dem ganzen Thema Bürokratie? Die Nachbarschaftshilfe Taufkirchen bietet seit dem vergangenen Jahr eine solche Anlaufstelle in ihrer Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen. In den zentral gelegenen Räumlichkeiten finden Ratsuchende und Interessierte Hilfe aus einer Hand. Das Angebot reicht von der Beratung zu allen Fragen des Alters, (Demenz)Betreuung, hauswirtschaftliche Dienste und Hilfen im Alltag bis hin zu Tagesbetreuung von älteren Menschen zur Entlastung der Angehörigen.

Die überwältigende Mehrheit pflegebedürftiger Menschen in Deutschland wird zuhause von Angehörigen gepflegt. Da die wenigsten sich bis dahin mit dem Thema Alter generell und Pflege im Besonderen auseinandergesetzt haben, ist es umso wichtiger zu erfahren, wo man das nötige Wissen kompakt und maßgeschneidert erwerben kann, um der Herausforderung, die das Älterwerden mit sich bringt, gewachsen zu sein.

Mit Hilfe von Workshops und Informationsveranstaltungen zu relevanten Themen möchte die neue Servicestellenleiterin, Hatice Schabath (Foto, oh), Interessierten neue Perspektive eröffnen. Die Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin arbeitete viele Jahre als Projektleitung in der interkulturellen Altenarbeit in einem Senioren- und Pflegeheim. Zuletzt war sie in einem Alten- und Service-Zentrum in München beschäftigt und dort für den Bereich „Präventive Hausbesuche“ verantwortlich, der von der Landeshauptstadt München gefördert wird. Schabath geht die neue Aufgabe mit viel Elan und hoch motiviert an. „Ich möchte die Service- und Beratungsstelle in Taufkirchen mit noch mehr Leben füllen und eine Willkommenskultur schaffen“, so Schabath. Der Zugang zu den vielfältigen Beratungs- und Kursangeboten soll so einfach wie möglich gestaltet werden. Informations- und Aufklärungsangebote wie zum Beispiel Präventionsschulungen, Informationen zum Thema häusliche Pflege, hauswirtschaftliche Hilfen im Alltag und Tipps rund ums Thema Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen gehören ebenso ins Portfolio der Servicestelle wie Praxisvorführungen.

Schabath hat schon sehr konkrete Vorstellungen von einem Kursangebot, das in den Räumlichkeiten stattfinden soll. Dieses soll von Aquarellmalkursen über Bingo-Nachmittage, und Gedächtnistraining bis hin zu Fitnesstrainings reichen. Das Motto lautet „Aktiv bleiben, Gemeinschaft erleben und auch oder gerade im Alter ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen“.

Das Service- und Beratungszentrum für ältere Menschen an der Eschenstraße 40 in Taufkirchen ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Individuelle Beratungstermine können nach Absprache vereinbart werden.

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