Das Geheimnis liegt im Schwung

Saisonauftakt der Boules-Treffen der Städtepartnerschaft Unterhaching

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Auf gutes Wetter zum Boules-Spielen! Von links: Boules- Organisator Bob Brüwer, Thomas Jäger, Präsident des Vereins Städtepartnerschaft Unterhaching und Boules-Spieler Wolfgang Schrötter.

Die Boules-Saison der Städtepartnerschaft Unterhaching hat wieder angefangen. Von April bis September treffen sich Anfänger sowie Profis alle zwei Wochen vor dem Kubiz zum geselligen Miteinander bei einem Glas Wein und einer guten Partie Boules. HALLO hat mitgespielt!

Mediterranes Flair liegt in der Luft. Und das, obwohl der Himmel ziemlich bewölkt ist. Hin und wieder fallen ein paar Regentropfen und es geht ein kräftiger Wind. Trotzdem haben sich Bob Brüwer, Organisator des Boules-Gruppe, Thomas Jäger, Präsident des Vereins Städtepartnerschaft Unterhaching, sowie einige begeisterte Boules-Spieler auf dem Platz vor dem Kubiz an der Jahnstraße zusammengefunden. „Bist du sicher, dass wir heute spielen können?“, fragt Elfi Jäger und zeigt zum Himmel. „Na klar, das Wetter hält sich!“, antwortet Bob Brüwer. Und schon geht es los. Auf der Boules-Bahn rollen die schweren Metallbälle und die Spieler rufen Sätze wie „Nicht so schnell aufgeben!“ „Ja, der kommt gut!“ „Versuch dich dazwischen zu schieben!“, und: „Komm schon! Du musst uns da jetzt rausholen!“

Denn Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Kugeln nah an eine kleinere Zielkugel, dem sogenannten Cochonnet, was auf Französisch so viel wie Schweinchen bedeutet, zu platzieren. Das klingt leichter als es ist, denn „dafür ist nicht nur der richtige Schwung nötig“, erklärt Brüwer. „Es kommt auch darauf an, wie man den Ball behandelt.“ Dabei ist es gar nicht schlimm, wenn die Bahn nicht ganz eben ist und die Kugel dadurch in unvorhergesehene Richtungen rollt. „Hindernisse zu überwinden, gehört auch zum Spiel. Man muss sich da eben hineinfuchsen“, so Brüwer. Um seine Mitspieler zu motivieren, lobt er viel, auch wenn der Ball einmal nicht so gut fällt. „Manchmal muss man die Leute aber auch ein bisschen pushen“, sagt er. Das Wichtigste aber sei der Spaß an der Sache. „Wir sind ein lockeres Amateurteam. Es geht uns in erster Linie um Geselligkeit und Entspannung. Jeder, der Lust hat kann mitmachen — auch ohne Vorkenntnisse.“ Bob Brüwer und Thomas Jäger erklären die Regeln mit viel Geduld und einer guten Portion Humor. Seit sechs Jahren kommt die Spieler jeden zweiten Montag in der Saison zusammen, um dem aus Frankreich stammenden Spiel zu frönen. Auch der gute Wein darf dabei nicht fehlen. „Denn damit schwingt der Ball gleich noch besser“, so Jäger.

Das mit dem Schwung ist überhaupt so eine Sache: Hat ein Spieler zu viel davon, rollt der Ball gerne mal über das Feld hinaus, zu wenig kann dazu führen, dass der Ball quasi vor den eigenen Füßen landet. Es sind nur feine Nuancen, die den Unterschied machen. Auch kann die sich die Spielsituation sehr schnell ändern. Ein guter Schuss und alle Bälle liegen wieder anders. „Genau das ist das Schöne am Boules“, findet Brüwer, der die Boules-Spiele seit einem Jahr organisiert. „So bleibt es immer spannend.“

Wenn alle Bälle verschossen sind, wird über Abstände diskutiert und notfalls ausgemessen. Dann beginnt eine neue Partie. Gespielt wird, solange der Wein fließt und die Spieler lustig sind — oder manchmal auch, solange das Wetter hält. Diesmal haben die Spieler Glück. Es bleibt bei ein paar Regentropfen und einem stürmischen Wind. Der scheint die Lust am Spiel aber sogar noch zu steigern. Thomas Jäger jedenfalls ist begeistert von dem Sport. „Man kommt zusammen, trinkt einen Schluck Wein, ist an der frischen Luft und hat auch noch einen sportlichen Ehrgeiz — was will man mehr?“, sagt er. In diesem Sinne: Santé, also Prost!

Das nächste Boule-Treffen findet am Montag, 8. Mai, um 19 Uhr statt. Anmeldung bei Bob Brüwer unter Telefon 0174/960204 oder per E-Mail an bb@bruewer-rw.de.

Lydia Wünsch

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