Wenn der Pieper den Ton angibt

Gemeinde Sauerlach ehrt  Neubürger und Ehrenamtler

Bürgermeisterin Barbara Bogner (r.) hieß Neubürger und Ehrenamtler beim Bürgerempfang in der Mehrzweckhalle willkommen.
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Bürgermeisterin Barbara Bogner (r.) hieß Neubürger und Ehrenamtler beim Bürgerempfang in der Mehrzweckhalle willkommen.
Bürgermeisterin Barbara Bogner ehrte Mathilde Eberl, die „gute Fee des Trachtenvereins Römastoana“.
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Bürgermeisterin Barbara Bogner ehrte Mathilde Eberl, die „gute Fee des Trachtenvereins Römastoana“.
Norbert Messerer ist seit 1979 mit ganzem Herzen in der Rot-Kreuz-Bereitschaft, die anfänglich noch BRK-Sanitätskolonne hieß.
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Norbert Messerer ist seit 1979 mit ganzem Herzen in der Rot-Kreuz-Bereitschaft, die anfänglich noch BRK-Sanitätskolonne hieß.
Kreisinspektor Andreas Englberger, der „vierthöchste Feuerwehrler des Landkreises München“.
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Kreisinspektor Andreas Englberger, der „vierthöchste Feuerwehrler des Landkreises München“.

341 Menschen sind heuer nach Sauerlach gezogen. An sie alle ging eine Einladung der Gemeinde zum traditionellen Bürgerempfang. Und auch die Ehrenamtler hieß Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) in der Mehrzweckhalle willkommen. Drei Sauerlacher wurden dabei für ihr außerordentliches Engagement besonders geehrt.

Weil sie sich ehrenamtlich besonders für die Gemeinde einsetzen, wurden drei Sauerlacher Bürger von Bürgermeisterin Barbara Bogner beim Neubürgerempfang geehrt. Zu ihnen zählte Mathilde Eberl (Bild), seit 35 Jahren Mitglied im Sauerlacher Trachtenverein „Römastoana“. „Sie ist dort die gute Fee“, sagte Bogner. Seit 2003 fungiert Eberl als Vereinskassier und führt in der Küche des Trachtenheims das Regiment. „Verantwortung heißt bei ihr, dass sie selbst an vorderster Front mit Hand anlegt“, lobte die Bürgermeisterin. Für Mathilde Eberl bedeute dies, dass sie den Einkauf mache, mit Leidenschaft das Vereinsheim putze und sogar Plakate ausfahre. „Nichts wird ihr zu viel und jammern tut sie schon gleich gar nicht“, würdigte Bogner Eberls Verdienste. Thomas Deyerer, der Vorstand des Vereins, konnte all dies nur bestätigen. Er schätze sich glücklich, einen solchen Menschen mit solchen Charaktereigenschaften in seinen Reihen zu haben. Für ihn sei Mathilde Eberl die „Patrona Bavariae“ des Vereins, die stets schützend ihre Hand über den Trachtenverein lege. „Schöner kann man es nicht ausdrücken“, fand auch die Bürgermeisterin.

Mit Norbert Messerer betrat der zweite Ehrenamtler die Bühne, dem der Dank der Gemeinde gebührt. Im Alter von nur 19 Jahren war er 1978 der BRK-Sanitätskolonne Sauerlach beigetreten, heute heißt sie Rot-Kreuz-Bereitschaft. Seit 1988 ist er deren Leiter. Mehrfach wurde Messerer ausgezeichnet, zuletzt 2013 mit der Ehrenspange für 35 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. 2003 gründete er den Rot-Kreuz-Förderverein. „Lieber Norbert, hast du mal zusammengezählt, was da so an Stunden zusammengekommen ist“, fragte ihn die Bürgermeisterin. Das konnte der Geehrte freilich nicht, solch eine Zahl lässt sich nur erahnen... Auch Andreas Englberger schenkt viel seiner Zeit der Gemeinde. „Haben Sie gewusst, dass der vierthöchste Feuerwehrler des Landkreises aus Sauerlach kommt“, wollte Bogner vom den Gästen wissen. Seit September ist Englberger Kreisbrandinspektor. Mehr als 35 Jahre war er der Sauerlacher Wehr treu, drei Amtsperioden lang als Vize- sowie eine weitere als deren Kommandant. Eine ganze Reihe von Neuerungen gehen auf sein Konto, etwa die Gründung der Jugendgruppen, das neue Gerätehaus, das Fahrzeugkonzept der drei Ortswehren. Leistungsprüfer, Kreisausbilder, Mitglied der Projektgruppe „DigiNet“ des Staatsministeriums des Innern: „Die komplette Aufzählung all seiner Funktionen würde den Rahmen sprengen“, sagte Bogner und ergänzte: „Und ein Karriereende ist noch nicht in Sicht!“ Englberger selbst dankte seiner Familie, die, wie er wisse, mitunter auch gelitten habe. Oft genug gab der Pieper Zuhause den Ton an. Sich gegenseitig kennenlernen und Kontakte knüpfen, das ist der Gedanke des Bürgerempfangs. Zwar waren nicht alle Neubürger der Einladung gefolgt. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Viele Gemeinderäte und die Vertreter der Kirchengemeinden waren gekommen, stellten sich später dem Gespräch. Den musikalischen Rahmen bot die Oberlandler Wirtshausmusi unter Leitung von Valentin Gröbmair. Stefan Schelle, Bürgermeister von Oberhaching, bläst dort die Tuba. Der Empfang klang mit einem Buffet aus.

krb

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