Möglichkeiten schaffen

Burschenverein Taufkirchen „Fröhlich Frisch auf“ bekommt eine neue Bleibe

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Das neue Domizil der Taufkirchner Burschen liegt in Nachbarschaft zum Heimatmuseum Wolfschneiderhof an der Münchner Straße.

Was lange währt, wird endlich gut. Etwa sieben Jahre hatte der Burschenverein Taufkirchen „Fröhlich Frisch auf“ keine dauerhafte Bleibe. Das soll sich künftig ändern. Mit 17 zu 6 Stimmen votierte der Gemeinderat jetzt für ein Grundstück zwischen Wolfschneiderhof und Pfarrhaus. Doppelter Nutzen: Das angrenzende Heimatmuseum erhält dort ebenfalls Kapazitäten.

Die Suche nach einem geeigneten Standort für die Burschenhütte gestaltete sich zäh. Nachdem das alte Brennereigebäude an der Münchner Straße abgerissen worden war, verteilten die Burschen ihre Utensilien — von den Scherstangen bis zum Hänger — an verschiedenen Punkten in der Gemeinde. Treff war bis dato eine Hütte Am Heimgarten/Ecke Postweg, die aber auch bereits angezählt ist. Die Zeit drängt, der jetzige Standort beim Berg- hammerhof ist nur bis Januar 2018 zugelassen. Der zukünftige Standort für Vereinsheim und Wachhütte, gelegen an der Münchner Straße in Nähe des Heimatmuseums, steht seit Februar 2016 zur Diskussion. Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) verkündete jetzt via Facebook, dass die Grundstücksverhandlungen mit dem Eigner zu einem positiven Ergebnis gebracht wurden, dies sei lediglich noch nicht offiziell formuliert. Die Zukunft der Burschenhütte sei gesichert. „Der Gemeinderat wird in der nächsten nichtöffentlichen Sitzung darüber zu beraten und zu beschließen haben“, so der Rathaus-Chef. Die Gemeinde werde das Grundstück erwerben, zum Nutzen der Burschen. 

Voraussetzung ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans „Münchner Straße – Ost“. „Ziel der Änderung ist die Festsetzung einer Gemeindebedarfsfläche mit der Zweckbestimmung ‚Kultur und Brauchtumspflege‘“, erläuterte Sander. Dem Bau- und Umweltausschuss werde dann das weitere Verfahren übertragen. Mit dem Förderverein des Wolfschneiderhofs sowie mit den Burschen seien die Planungen in etwa abgesprochen, sagte Sander in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats und sorgte im Gremium teils für Stirnrunzeln. „Aber mit uns nicht“, erwiderte Gabriele Zaglauer-Swoboda (Grüne). Ein erster Entwurf, der die Möglichkeiten des Grundstücks nahe des Heimatmuseums zeigte, fiel nicht nur bei ihr durch. Das dort skizzierte Vereinsheim mit Wachhütte für den Maibaum sei zu groß, so der Tenor. Diese Meinung teilten unter anderem Beatrice Brückmann (ILT) und Eckhard Kalinowski (Freie Wähler). Der Bürgermeister relativierte jedoch und hielt dagegen: „Wir legen momentan doch nur die Bauräume fest und schaffen Möglichkeiten“.

krb

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