Kurioser Unfall

SB-Bäckerei: Jetzt geht‘s ans Aufräumen!

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Mitten im Verkaufsbereich der SB-Bäckerei kam der rote SUV zum Stehen. Der Laden gleicht einem Trümmerfeld.

Danny Els kann es noch immer kaum fassen, was sich am Sonntagvormittag in seiner SB-Bäckerei in der Haarer Hans-Stießberger-Straße zugetragen hat: Ein 66-Jähriger raste mit seinem Toyota direkt in den Verkaufsraum des Ladens. Was nun übrig bleibt: ein Feld der Verwüstung, drei Verletzte und ein Schaden von mehr als 20.000 Euro. HALLO hat bei dem Ladenbesitzer nachgefragt, wie es mit seiner Bäckerei nun weitergeht.

Die 500 Kilo schwere Verkaufstheke ist zwei Meter nach hinten gegen die Wand gedrückt, Papier, Glasscherben und die Bruchstücke einiger Stühle verteilen sich über den ganzen Boden. Lediglich ein Regal mit Brot und Semmeln hat den Unfall unbeschadet überstanden. „Ich kann noch immer nicht fassen, was hier passiert ist“, sagt Danny Els, Besitzer der SB-Bäckerei in Haar, auch noch zwei Tage später und seufzt: „Es hätte so viel schlimmer ausgehen können!“

Grund für das Chaos: Ein 66-jähriger Münchner hatte am Sonntagvormittag seine Frau abholen wollen, die in der Bäckerei eingekauft hatte. Doch plötzlich krachte der rote Toyota durch die zweiflüglige Glastür der Bäckerei und blieb am anderen Ende des Ladens vor der Verkaufstheke, die er noch zwei Meter mit sich nach hinten riss, stehen. Els vermutet, dass der Mann rückwärts habe fahren wollen, stattdessen aber den Vorwärtsgang einlegte. Durch den Schreck gab er dann noch mehr Gas.„Gott sei Dank blieb meine Kassenmitarbeiterin unverletzt, stand aber unter Schock“, sagt der Betreiber des Ladens, Dmytro Fastovets. Zwei Kundinnen und ein Kunde zogen sich Schnittverletzungen und Prellungen zu und wurden in ein Krankenhaus gebracht; der Fahrer des Wagens blieb unverletzt.

Dass nicht mehr Menschen verletzt wurden, liegt laut Els daran, dass um diese Uhrzeit der größte Ansturm schon vorbei war. Tragisch ist das Unglück dennoch: Der Unfallfahrer ist ein langjähriger Stammkunde, der immer sonntags bei Els einkaufte.

Auch in finanzieller Hinsicht macht Els sich Sorgen: „Neben dem Verdienstausfall muss ich den Großteil der Waren wegwerfen, da alle Steckdosen durch die Feuerwehr deaktiviert wurden und somit die Kühlungen nicht funktionieren.“ Wenigstens hatte der Gutachter, der am Dienstagmorgen im Laden war, gute Nachrichten für den Eigentümer: Voraussichtlich könne die Bäckerei bereits nächsten Montag oder Dienstag mit provisorischer Theke wieder öffnen. „Jetzt geht es aber erst einmal ans Aufräumen“, sagt Els mit einem Blick auf den verwüsteten Verkaufsraum.

Tanja Buchka

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