Gemeinderat lehnt neue Kies-Lagerhalle ab

Konflikt zwischen Haar und Quetschwerk Mühlhauser

Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD)

Seit langem klagen Anwohner von Gronsdorf, Salmdorf, Ottendichl und aus der Truderinger Bahnstraße über den Schwerlastverkehr aus dem Kieswerk Mühlhauser, der mangels anderer Möglichkeiten durch die Wohnstraßen fährt. 

Da nutzt es auch nichts, dass Mühlhauser wöchentlich auf eigene Kosten die betroffenen Straßen reinigt – die Anwohner nerven Lärm, Staub und Gefahr durch die großen Lkws. So werden die Betroffenen aufatmen, dass der Gemeinderat dem Antrag der Firma Mühlhauser für eine offene Kies-Lagerhalle und eine weitere Kieslagerfläche jetzt die rote Karte gezeigt hat. Knapp 13 Meter hoch sollte der Bau werden und auf einem Areal errichtet werden, in dem laut gültigem Bebauungsplan Nr. 150 vom Juli 1996 öffentliche Grünflächen dargestellt sind. Somit widerspreche der Antrag den Grundzügen der Planung, was auch eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans rechtlich unmöglich mache, urteilte die Haarer Verwaltung. 

An anderer Stelle wäre die Halle zulässig gewesen, da sie als Hilfsanlage oder -einrichtung zur Auf- und Verarbeitung von Kies oder Sand gilt, „die dem Vorgang des Kies- und Sandabbaus und der Wiederverfüllung“ unmittelbar dient. Ziel der Gemeinde und handschriftlich auf der Beschlussvorlage vermerkt ist: „Langfristige Planung sticht Kieswerk-Planung, neuen Standort suchen“.

gm

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