Die „Helpers for Haar“ gehen in die nächste Runde

Junge Helfer im Einsatz

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Zehn „Helpers for Haar“ mit ihrem Startgeschenk — dem leuchtendgrünen Helpers-Matchsack und einem süßen „Haarer Busserl“.

„Diese Jugend von heute“ ... ist unheimlich engagiert! Auch in diesem Jahr haben sich wieder zehn Schüler angemeldet, um für die Gemeinschaft mitanzupacken.

„Ich habe keine Großeltern in Deutschland und möchte gerne mit älteren Menschen zusammen sein.“ „Mir geht es wirklich gut, ich muss mir keine Gedanken machen, ob ich Essen kaufen kann — und ich möchte davon gerne wieder etwas zurückgeben, einfach helfen.“ Das sind nur einige Antworten auf die Frage der Haarer Bürgermeisterin Gabriele Müller, warum die Schüler sich im Ehrenamtswahlfach „Helpers for Haar“ engagieren. Jedes Jahr nimmt sich die Rathauschefin die Zeit, mit den Helpers zu sprechen. Beeindruckend sind diese Anfangstreffen tatsächlich immer. Sie unterstreichen eine Aussage ganz dick: In den Haarer Schulen lernt man auf jeden Fall fürs Leben.

Denn hier stehen in der Mittelschule, im Gymnasium und der nächstgelegenen ­Monte­ssorischule Hohenbrunn neben Mathe, Deutsch, Englisch oder Geschichte auch das Fach „Soziales Engagement“ auf dem Stundenplan. Seit 2016 können die Schüler das Wahlfach „Helpers for Haar“ belegen. Und dabei nicht nur Gutes tun und die Haarer Gemeinschaft unterstützen, sondern auch für sich selbst viel mitnehmen.

Seit Beginn des neuen Schuljahres sieht man also am Haarer Tisch oder beim Taekwondo im TSV, in den Kindergärten, beim Jugendkulturhaus Route66 oder der NBH-Tagespflege für Senioren neue Gesichter. Sehr junge Gesichter. Insgesamt bei fünf Institutionen sind die Schüler tätig: Sie sortieren Essen für Bedürftige, spielen und sporteln mit den Kindern, unterhalten sich mit Senioren. Wo sie sich engagieren, das konnten die Jugendlichen selbst entscheiden. Die Vorgabe für die Institutionen: Die Helpers dürfen keinesfalls nur Zaungäste sein. Verantwortung zu übernehmen, ein Miteinander zu spüren, das Selbstbewusstsein zu stärken, den Blickwinkel auf andere Generationen, soziale Schichten und Nationen zu verändern und eventuell sogar erste „Berufserfahrungen“ zu bekommen – das ist das große Plus. Nach Ablauf des Schuljahres erhalten die Jugendlichen ein Zertifikat, das den Einsatz bestätigt. Und so etwas hat nun auch nicht jeder im Lebenslauf.

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