Haarer Grundschulkinder lernen, wie man richtig Müll trennt

Damit Oskar wieder lachen kann

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Umweltreferent Michael von Ferrari hat der Haarer Grundschule am Jagdfeld einen Besuch abgestattet. Mit dabei war die randvolle Mülltonne Oskar. Durch das richtige Entsorgen des Abfalls haben die Zweitklässler Oskar wieder zum Lachen gebracht.

Jeden Tag werfen wir Dinge in den Müll, die man eigentlich wieder verwerten könnte. Allerdings funktioniert dieses Recycling nur, wenn das Material möglichst vorsortiert ist. Haars Umweltreferent Michael von Ferrari hat den Zweitklässlern der Jagdfeldgrundschule nun erklärt, wie man Müll richtig trennt.

Oskar geht es gar nicht gut. Er ist bis zum Rand gefüllt mit lauter Durcheinander. Oskar ist eine Restmülltonne voll mit Abfall, der gar nicht hinein sollte. Um Oskar von seinem Bauchweh zu erlösen, muss der Müll in ihm richtig getrennt werden. Doch wie geht das denn nun eigentlich genau?

Michael von Ferrari, Umweltreferent der Gemeinde Haar, bringt schon seit 20 Jahren den Grundschülern das Thema Abfallentsorgung nahe. Mit dabei ist immer die Mülltonne Oskar und eine kleine Abfalltrennstation, die zur Veranschaulichung dienen sollen.

Zuallererst muss der arme Oskar von seinem Müll befreit werden. Dazu kippt der Umweltreferent die Tonne um, sodass sich der Inhalt auf dem Boden verteilt. Die Schüler entdecken zuerst Papier und werden aufgefordert, die Zettel in den Papierkorb zu werfen. Als Nächstes widmen sich die Schüler weggeworfenen Kleidungsstücken, die sie in der Altkleidertonne entsorgen. Dann geht es weiter mit dem Thema Glasflaschen. Der Umweltreferent zeigt den Schülern die dafür vorgesehenen weißen, braunen und grünen Altglastonnen. Bei Plastikflaschen allerdings, so Michael von Ferrari, „läuft es anders!“ Dazu holt er eine Flasche aus Hartplastik und eine aus dünnwandigem Plastik hervor. „Der Unterschied ist, dass die Pfandflasche mit dem Hartplastik gereinigt und bis zu zehn mal wieder befüllt werden kann, während die andere Plastikflasche zusammengepresst und nicht wieder verwertet wird.“ Als nächstes greift ein Zweitklässler nach einem Tauchsieder. „Vorsicht“, warnt von Ferrari erneut, denn: Elektroschrott gehört auf den Wertstoffhof! „Der Abfall wird dann eingeschmolzen, sodass neues Metall daraus gemacht werden kann!“ Sämtliches Plastik sei im gelben Sack beziehungsweise in der gelben Tonne zu entsorgen. Zu erkennen sei der gelbe Sack daran, dass er zwar ein großes Volumen habe, jedoch ganz leicht sei.

Schließlich kommt noch das Thema Plastiktüten in der Klasse zur Sprache. Besser als eine Plastiktüte eigne sich ein Stoffbeutel, eine Tasche, ein Korb oder ein Rucksack, so Umweltreferent von Ferrari.

Mittlerweile haben die Kinder schon gute Arbeit geleistet, denn der Müllberg ist schon viel kleiner geworden. Nachdem die Schüler auch noch das faule Obst in den Bio-Müll befördert haben, bleiben noch Windeln und Reste einer Tapete übrig. „Die Windeln kommen jetzt zum Oskar, also in die Restmülltonne“, verkündet von Ferrari. „Oskar mag Kinder gern, das schluckt er!“ Die Tapete gehöre ebenfalls in den Restmüll und nicht in das Altpapier.

Am Ende, als sämtlicher Müll richtig getrennt wurde, geht es auch Oskar wieder richtig gut. Er hat sich in eine strahlende Restmülltonne verwandelt. Zur Belohnung für die gute Mitarbeit gibt es für jeden Schüler noch eine Mini-Mülltonne für Zuhause. Denn eines, so Michael von Ferrari, dürfe man bei solchen Aktionen nicht vergessen: „Nicht nur die Eltern erziehen ihre Kinder, sondern auch die Kinder ihre Eltern!“ Verena Möckl

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