Die Gemeinde ist „Zamma“-gruckt

Haar zieht positive Kulturfestival-Bilanz

Kleine und große Veranstaltungen erfreuten vergangene Woche die Haarer: hier das „Spiel mich“-Klavier vor dem Rathaus
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Kleine und große Veranstaltungen erfreuten vergangene Woche die Haarer: hier das „Spiel mich“-Klavier vor dem Rathaus

Rund 23.000 Besucher, eine tolle Stimmung in der Gemeinde und viele bleibende Kooperationen sind das Resümee des einwöchigen „Zamma“-Festivals in Haar. Viele Events, etwa das White Dinner, soll es auch im nächsten Jahr wieder geben.

„Es war viel Arbeit, wir haben ja schon seit eineinhalb Jahren an dem Festival geplant, aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt“, sagt eine erschöpfte und zugleich glückliche Bürgermeisterin Gabriele Müller am Montag gegenüber HALLO. Mit rund 1000 Akteuren beteiligten sich Haarer Vereine, Institutionen und Organisationen am „Zamma“-Programm und entwickelten dabei viele fantasievolle Veranstaltungen: vom Thesen-Turm im Jagdfeldsee bis hin zu Dada in der Jugendstilkirche. „Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Umwelt und Religion sind dabei spannende Verbindungen eingegangen“, so Müller.

Vor allem aber hätten sich die Menschen in der Gemeinde miteinander vernetzt, „wir sind wirklich zammagruckt“, bringt es Müller auf den Punkt. Auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer lobt, dass die Idee hinter dem Festival, nämlich Inklusion gemeinsam zu feiern, „voll aufgegangen“ sei: „Alle haben mitgemacht: Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderungen sowie aus unterschiedlichen Kulturen. Es war schön, die Begeisterung zu spüren!“ Ähnlich wie die Künstlermeile, die im Jahr 2005 im Rahmenprogramm der Bundesgartenschau BuGa entstanden war und mittlerweile fest zum Haarer Terminkalender gehört, wird auch das „Zamma“-Kulturfestival seine Spuren in der Gemeinde hinterlassen: Das White Dinner vor dem Rathaus soll es auf jeden Fall im nächsten Sommer wieder geben, ebenso das inklusive Sound-Festival und eine Fortsetzung der Ausstellung zu den „Haarer Lebensgeschichten“.

Dauerhaft an „Zamma“ erinnern wird auch eine Wand an der Unterführung zum Sportpark Eglfing, die von Grundschülern und Menschen mit seelischen Erkrankungen in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt wurde. Wie ein Scharnier verbindet der Durchgang den Ortskern von Haar und Eglfing und soll als Symbol für eine räumliche Annäherung stehen: das Gelände des Isar-Amper-Klinikums wie auch das Psychiatrie-Museum sind als Orte stärker ins Bewusstsein gerückt. Das Rathaus, das aktuell mit weißen Stoffbahnen umhüllt ist, auf denen sich rund 6000 Haarer mit ihren Handabdrücken verewigten, darf sein Kleid immerhin noch eine weitere Woche behalten. Was Bürgermeisterin Müller aber auch freut: Alle Veranstaltungen waren voll, „sogar die kleinen feinen“: die Führungen durch die Klinik etwa, die esoterische Lesung auf dem Friedhof oder die Aufführungen des Kleinen Theaters in der Tiefgarage beim Poststadl. Klar, das Wetter sei „unfassbar gut“ gewesen und habe zum Erfolg des Festivals beigetragen, glaubt Müller. Doch es habe in den vergangenen Tagen einfach auch ein „ganz besonderer Wind“ durch die Gemeinde geweht, es sei ein „besonderer Flair“ gewesen. Angesichts der Besucherzahlen könne man also mit Fug und Recht sagen: „Es war der ganze Ort auf den Beinen!“

hv

Stimmen

Die Besucher des „Zamma“-Festivals waren durchweg begeistert. Eine anonyme Truderingerin gestand zum Beispiel: „So was geht nur in Haar!“ Ute Dechent von der Gemeinde konnte es kaum glauben: „‚Zamma‘ bringt mir meine Heimat noch näher, auf dem kbo-Friedhof war ich noch nie!“ Ähnliches erlebte Monika Seidl auf dem Bezirksgut: „Durch die Veranstaltung haben wir etwas Neues kennengelernt, das könnte ruhig öfter sein!“ Eine Frau brachte es vor dem Poststadl am Freitag auf den Punkt: „Bei mir daheim bleibt alles liegen. Ich besuche eine Veranstaltung nach der anderen...“

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