Klares Bekenntnis zum begehbaren Dach

Erweiterungsbau Jagdfeldschule

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Spatenstiche haben symbolischen Charakter – auch der an der Grundschule am Jagdfeld- ring: Die Vorbereitungen für das derzeit größte Bauprojekt der Gemeinde Haar waren bereits unüberhörbar in vollem Gange, als die geladenen Gäste zu den Spaten griffen. Mit schwerem Gerät wurde eine Trägerbohlwand als Abstützung zum Nachbargrundstück geschaffen, während Architekten, Ingenieure, die Schulleitung und Vertreter des Rathauses und des Gemeinderats diskutierend und erklärend einen Blick über das großzügige Gelände warfen.

Nach eineinhalb Jahren Planungszeit konnte die Baustelle für den Erweiterungsbau der Grundschule am Jagdfeld eröffnet werden. „Das ist extrem schnell“, betonte Architekt Rainer Stöcker. Das sei vor allem aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit mit Rathaus und Schulleitung zu verdanken, lobte er und bedankte sich stellvertretend bei Bürgermeisterin Gabriele Müller und Schulleiterin Juliane Dworzak. Über den Standort für die benötigte neue Grundschule war man sich im Gemeinderat nicht einig, doch Bürgermeisterin Gabriele Müller ist froh über die Wahl. „Dieser Standort ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch der richtige“, betonte Gabriele Müller. Auf die Ansage der CSU im Gemeinderat, die Entscheidung über den Pausenhof auf dem Dach der Turnhalle noch einmal in Frage zu stellen, reagierte sie gelassen: „Wir haben das gut und gemeinsam entschieden, dabei sollte es auch bleiben. Wir würden auch kaum Geld sparen, denn teuer ist nicht der Pausenhof selbst, sondern die stabile Konstruktion der Halle, die einen solchen Hof ermöglicht. Und diese Möglichkeit will ja auch die CSU.“ Viel Zeit ist in die Planung geflossen: Vierzehntägig trafen sich Bürgermeisterin, Gemeinderäte, Verwaltung, Architekten, Fachbüros und Schulleitung. Intensiv wurde gearbeitet, damit der Neubau modernsten pädagogischen Anforderungen entspricht, dabei sowohl barrierefrei als auch für den Ganztagsunterricht geeignet ist.

Auf drei Geschossen wird der neue Baukörper 400 Grundschülern in 16 Klassen Platz bieten. Es gibt viel Bewegungsfreiheit, Zusatz- und Förderzimmer für Kleingruppen und Inklusion. Außerdem entstehen Teamräume fürs Kollegium und ein Verbindungsgang zum Altbau. Natürlich wird alles für die Digitalisierung vorbereitet und es gibt eine Mensa für die Mittagsverpflegung. Auch die Kinderbücherei bekommt ein neues Zuhause mit eigenem Eingang. Die zweite Dreifachturnhalle wird in den Abendstunden und am Wochenende auch den Haarer Sportvereinen zur Verfügung stehen. Parken können Lehrer und Sportler dann in der neuen Tiefgarage.

Auch von außen wird die Schule ein Hingucker: Mit zweifarbigen Klinkern werden die Architekten die Fassade gestalten. Außerdem wird es bald einen Wettbewerb geben, um auch der Kunst auf dem Gelände Raum zu geben. Sobald der Winter sich zurückzieht, soll mit dem Rohbau begonnen werden. Bis zum Sommer 2020 soll alles fertig sein. Derzeit liegt der Gesamtkostenplan der neuen Haarer Grundschule bei 38,5 Millionen Euro.

mh

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