Bebauungsplan beschlossen

Erweiterung der Grundschule am Jagdfeld

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Der Weg für den Erweiterungsbau der Grundschule Am Jagdfeldring ist frei – in seiner jüngsten Sitzung beschloss der Haarer Gemeinderat den entsprechenden Bebauungsplan. Der wird mit Veröffentlichung rechtsgültig.

Große Änderungen zum ursprünglichen Entwurf des Bebauungsplans für das künftige Grundschulzentrum Am Jagdfeldring gibt es nicht, lediglich das Landratsamt München hatte einige Anmerkungen, welchen die Gemeinde teilweise gefolgt ist. Von Seiten der Bürger gab es keine Stellungnahmen nach Auslegung des Bebauungsplans. Das Landratsamt schlug vor, zumindest entlang der Straße Jagdfeldring eine Straßenbegrenzungslinie einzuzeichnen. Dem folgte der Gemeinderat. Keine Zustimmung gab das Gremium für die Anregung, die Abstandsflächenregelung der Bayerischen Bauordnung für bestimmte Bereiche anzuordnen, um Verschattungen von Bestandsgebäuden zu vermeiden. Laut Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) bestehe ohne diese Regelung „die fiktive Möglichkeit, ein 14 Meter hohes Gebäude zu errichten“, was an besagter Stelle niemand vorhabe. Im Bebauungsplan ist die zulässige Höhe der Gebäude über die Anzahl der Vollgeschosse geregelt und könnte laut Verwaltung sogar größer ausfallen, als die im Bebauungsplan festgesetzten 14 Meter. Viel mehr Verschattung als bisher sei durch die Neubauten für die bestehenden Wohngebäude nicht zu erwarten, die Waldluststraße 2 sei lediglich in den Wintermonaten beeinträchtigt. „Es wird aber nur eine sehr begrenzte, in städtischer Lage ohne weiteres hinzunehmende Verschattungswirkung eintreten“, so die Verwaltung. Der Anregung des Landratsamts, die Tiefgarageneinfahrt an einer Stelle ohne gegenüberliegende Wohnbebauung zu errichten, kann die Gemeinde mangels Alternative nicht folgen. Dafür wird sie die Vorschläge umsetzen, Ein- und Ausfahrten als geschlossene Rampenbauwerke zu errichten, automatische Tore einzubauen und schallabsorbierende Elemente an den Wänden anzubringen. Dies segnete der Gemeinderat ohne die Stimmen der CSU-Fraktion ab. Dazu deren Sprecher Dietrich Keymer: „Wir lehnen den Standort generell ab und stimmen deshalb auch dem Satzungsbeschluss nicht zu“. Der Bebauungsplan wird mit Veröffentlichung rechtskräftig.

Gabriele Mühlthaler

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