Ein Erlebnishof für die Haarer Konradschule

Es geht voran

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Der Präsentationssabend der ersten Planungsphase für den Gemeinderat und die Freunde und Förderer der St. Konradgrundschule war mit über 40 Gästen sehr gut besucht.

Statt im biederen Pausenhof werden die Kinder der Konradschule bald im blühenden Naturgarten ihre Brotzeiten verspeisen. Vorher aber müssen Eltern, Lehrer und Schüler kräftig zupacken.

Vor fast exakt einem Jahr haben Barbara Stark vom Verein Naturgarten und Schuleiterin Andrea Zran dem Haarer Gemeinderat die Idee zur Umgestaltung des Pausenhofs der Konradschule in einen Natur-Erlebnishof vorgestellt (HALLO berichtete). 5000 Euro für die Planung genehmigte der Gemeinderat damals. Inzwischen nimmt das Projekt konkrete Formen an und auch die Kosten für Planung und Bauleitung sind schon kalkuliert: 256.000 Euro hat ein Gartenbaubetrieb dafür angesetzt, 200.000 Euro die Gemeinde jetzt im Haushalt 2014 eingestellt. Eigenleistung heißt das Zauberwort, mit dem die Schulfamilie den Kostenrahmen einhalten will. Kürzlich präsentierte Barbara Stark den Plan mit 25 Einzelstationen für den künftigen Natur-Erlebnishof der Konradschule.

Modelle

Grundlage der Planung waren Modelle der Buben und Mädchen, die ihren Wunsch-Pausenhof en Miniatur gebaut hatten. „Die Wünsche sammelte ich und war sehr überrascht – 75 Prozent der Kinder wollten einen Rückzugsort, um ihr Pausenbrot zu essen“, so Andrea Zran. Mit jeder Klasse wurden halbstündige Gespräche geführt und die Ergebnisse in einer Rankingliste niedergelegt. „Mit Schulleitung, Lehrern und Eltern habe ich durchgesprochen, was realistisch ist und was wir umsetzen können“. Es wurde eine Planzeichnung angefertigt als Resultat der Zusammenarbeit und der Überlegungen, was technisch umsetzbar und ökologisch sinnvoll wäre.

Ein Dorf

Asphalt, der heute vorherrscht, bleibt künftig nur im Eingangsbereich. Das bedeutet weniger Schmutz im Schulhaus und eine Fläche, auf der man problemlos Tische aufstellen kann. Rundum werden Beete angelegt, ein Dorf mit drei Hütten und Spielplatz entsteht. Ein zwei Meter hoher Hügel mit integrierter Rutsche und Kletterbereich ist geplant, Flächen mit Rasen, Schotter und Blumen ergänzen die vielen Rückzugsorte, die im kompletten Gelände entstehen. Schwieriger war die Erfüllung des „Wasserwunschs“. Statt eines Teichs wird nun ein Wasserlauf Gelegenheit zum Spiel und zur Erfassung physikalischer Gesetze bieten. Die steilen Böschungen zum Schulgebäude bleiben erhalten und werden mit heimischen Heckensträuchern bepflanzt. Hier soll ein Lebensraum für Insekten und Kleintiere entstehen, eine Art Beobachtungsbereich.

Die Planung berücksichtigt Feuerwehr-Anfahrtszonen, alles wird TÜV-geprüft gebaut. So wird ein Fachbetrieb auch das Grundgerüst umsetzen, dann sind die ehrenamtlichen Helfer gefragt. Unter Anleitung von Barbara Stark und Gärtner Fred Fuchs werden sie Erde und Saat für den blühenden Natur-Erlebnishof ausbringen und auch sonst allerlei bewegen. Zwischen Pfingsten und Beginn der Sommerferien soll gewerkelt werden.                Gabriele Mühlthaler

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