Neuer Name, neuer Spielort, altes Ensemble

Ehemalige Heimatbühne St. Bonifatius feiert als „Bühne 2.0“ Premiere in Haar

+
Die Bühne 2.0 feiert am Freitag, 15. November, Premiere mit ihrem Stück „Der Neurosenkavalier“.

„Die Bühne 2.0“ feiert am Freitag, 15. November, Premiere mit dem Stück „Der Neurosenkavalier“ (von Gunther Beth und Alan Cooper) in einer eigenen Bearbeitung. Gleichzeitig gibt das Ensemble damit sein Debüt im Pfarrsaal von St. Konrad in Haar.

Haar – Die Bühne 2.0 wurde eigentlich schon 1978 unter dem Namen „Heimatbühne St. Bonifatius“ unter dem damaligen Pfarrer Xaver Gröppmair gegründet. Ein paar fleißigen Kirchenmitgliedern, die für die Pfarrei die Kegelbahn errichteten, wurde nach deren Fertigstellung langweilig, so dass sie beschlossen, zusammen eine Bühne zu bauen und Theater zu spielen. Ihr erstes Stück war „Der scheinheilige Florian“.

In den darauffolgenden Jahren etablierte sich die Bühne immer mehr — es wurde meist einmal pro Jahr gespielt und meist ein bayerischer Klassiker. Elisabeth Voitl etwa ist seit 35 Jahren Teil des Ensembles und führt mittlerweile auch Regie. Sie erinnert sich an lustige Momente, wie zum Beispiel als bei einem Stück, in dem auch der Dorfpfarrer und der Bürgermeister verkörpert wurden, am Ende der damalige „echte Bürgermeister“ Helmut Dworzak sowie der „echte Pfarrer“ Rüdiger Karmann plötzlich auf die Bühne kamen. Mit einer kurzen improvisierten Szene überraschten sie damit nicht nur das Publikum, sondern auch das Ensemble selbst. Des Weiteren sind die Mitglieder stolz darauf, dass die beliebte Volksschauspielerin Ernie Singerl so oft sie konnte, bei den verschiedenen Aufführungen im Publikum saß.

Ihr 40-jähriges Jubiläum feierte die „Heimatbühne St. Bonifatius“ im vergangenen Jahr mit einem „Bunten Abend“ unter dem Motto: „Ein Abend mit Freunden“, der sich aus verschiedenen Einaktern und musikalischen Einlagen rund um die Welt des Theaters zusammensetzte.

Da die Heimatbühne aus ihrem bisherigen Standort in St. Bonifatius ausziehen musste, haben sie in diesem Zuge auch beschlossen, ihren Namen zu ändern. Pfarrer Kilian-Thomas Semel, der auch den Vorschlag machte, in Zukunft in der Pfarrei von St. Konrad zu spielen, kam auf den Namen „Bühne 2.0“. Mittlerweile hat die Bühne 2.0 auch Boulevardstücke und Krimikomödien in ihrem Programm. „Die Mischung macht‘s!“, glaubt Voitl.

Die Mitglieder der Bühne 2.0 sind bunt gemischt. Unter ihnen Handwerker, Akademiker, Erzieher, Pensionäre sowie Studenten, so dass jeder sein Können mit einbringen kann. Dies bezieht sich nicht nur auf die Organisation und den Bühnenbau, Licht und Ton der Aufführungen, sondern auch darauf, dass jedes Mitglied Kostüme, Requisite und vor allem seine eigene Einrichtung mitbringt, um so den Stücken den letzten liebevollen Schliff zu geben. „Teilweise sehr zum Leidwesen unserer Familien“, sagt Elisabeth Voitl.

Unter Ihrem neuen Namen feiert Die Bühne 2.0 nun am Freitag, 15. November, Premiere mit dem Stück „Der Neurosenkavalier“. Darin geht es um einen gesuchten Warenhausdieb, der versehentlich in einer psychotherapeutischen Praxis Unterschlupf sucht. Felix Bollmann, ein Ganove mit Herz und noch dazu ein gewaltiges Schlitzohr, gerät genau in diese obskure Situation und übernimmt unfreiwillig die Rolle der erwarteten Vertretung des sich im Urlaub befindenden Professors. Doch damit nicht genug. Um nicht aufzufliegen, „behandelt“ Bollmann die Patienten mit wunderlichsten Methoden und feiert in kürzester Zeit therapeutische Triumphe. „Dass dabei das Publikum nebenbei einer Lachtherapie unterzogen wird, ist Ehrensache!“, sagt Voitl.

Weitere Spieltermine sind Samstag, 16. November, Sonntag, 17. November, Donnerstag, 21. November, Freitag, 22. November und Samstag, 23. November. Außer an Sonntagen (Spielbeginn 16 Uhr/Einlass und Bewirtung 15 Uhr) spielt das Ensemble um 20 Uhr (Einlass/Bewirtung 19 Uhr) im Pfarrsaal St. Konrad, Haar, Bahnhofstraße 12b.

Kartenreservierung (seit 1. Oktober): Täglich 16 Uhr bis 19 Uhr telefonisch bei Elisabeth Voitl, 0170/2892503, Restkarten an der Abendkasse.

Übrigens: Die Bühne 2.0 freut sich auch über neue Mitglieder jeden Alters! Wer Interesse hat, kann sich bei Manuela Meyer unter Telefon 0176/304 89 389 oder per E-Mail an info@die-buehne-zweipunktnull.de melden.


Lesen Sie in unserer Übersicht weitere Nachrichten aus Ihrem Umfeld.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare