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Auswertung der Umfrage „Grün und gut“ in der Gemeinde Haar

Zum Spaziergang, wegen der frischen Luft und zur Entspannung – deshalb besuchen die Haarer vor allem die öffentlichen Grün- und Parkanlagen in der Gemeinde.
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Zum Spaziergang, wegen der frischen Luft und zur Entspannung – deshalb besuchen die Haarer vor allem die öffentlichen Grün- und Parkanlagen in der Gemeinde.

Auch wer Spielplätze nicht täglich besucht, weiß deren Existenz in der Gemeinde zu schätzen. Das ist nur ein Ergebnis von vielen nach der Auswertung der Umfrage „Grün und gut“ durch die Gemeinde Haar.

Bevor Corona die Welt in ein völlig neues (und unbekanntes) Fahrwasser führte, war die Umwelt das Thema der Zeit. Und da Lösungen für Klimakatastrophe und Arten­sterben weiter nicht gefunden sind, werden uns diese Fragen auch nach Corona beschäftigen. Grund genug für die Gemeinde Haar, die eigenen Bürger einmal zu fragen, wie sie zum Grün in ihrer Nachbarschaft stehen. Das Ergebnis überrascht – zumindest in seiner Deutlichkeit.

Um die 95 Prozent aller Teilnehmer an der Umfrage gaben an, dass ihnen Grünflächen, Straßenbäume und Feld- und Waldflächen am Ortsrand sehr wichtig oder wichtig sind. Bei öffentlichen Sportplätzen und Kinderspielplätzen lagen diese Werte auch noch über 80 Prozent. Hohe Werte. Und wichtig ist den Menschen in Haar nicht nur, Grün in der Umgebung zu haben – die Natur wird auch genutzt. Drei von vier Teilnehmer erklärten, Grün- und Park-

anlagen sowie Feld, Flur und Wald am Ortsrand täglich oder zumindest wöchentlich zu nutzen. Wie wichtig ein direkter Zugang zur Natur ist, zeigt die Tatsache, dass nur ein Drittel der Haarer wöchentlich Erholungsgebiete im Umland nutzen. Aus der Haustür, in die Natur. Viel nachhaltiger geht es nicht. Nur ein mögliches Naherholungsgebiet fällt bislang durch: Friedhöfe. „Das ist interessant, denn Friedhöfe sind oft innerorts die größten zusammenhängenden Grünflächen. Auch wir in Haar haben hier den größten Altbaumbestand der ganzen Gemeinde! Trotzdem werden Friedhöfe bislang nicht als Naturerlebnis wahrgenommen, sondern vor allem als Ort der Gedächtniskultur“, erklärt Andreas Nemetz, Leiter des Umweltreferats der Gemeinde Haar. Um das zu ändern, sollen die Friedhöfe mittel- und langfristig umstrukturiert und aufgewertet werden. Dem Ergebnis der Umfrage nach besuchen die Haarer die Friedhöfe momentan zu großen Teilen nur ein bis sechs Mal pro Jahr (40 Prozent) oder sogar gar nicht (33 Prozent).

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die Haarer nutzen das Grün in der Gemeinde nicht nur, sie sind auch sehr damit zufrieden. Sowohl in Bezug auf Sauberkeit (2,3), gärtnerischem Zustand (2,4) und Möblierung (3,0) gab es zufriedenstellende Noten. Und: Die Haarer wollen die Natur in einem möglichst purem Zustand. Wenn ein neuer Park geplant werden würde, sind ihnen Bäume (887 Nennungen), blühende Sträucher (748) und eine naturnahe, ökologisch wertvolle Gestaltung (732) am wichtigsten. Rasenflächen zum Liegen und Spielen (558), Spieleinrichtungen (404) oder Kunstobjekte (117) kommen mit teilweise deutlichem Abstand.

Direkte Konsequenzen für den Haarer Gemeinderat ergeben sich aus der Umfrage nicht. Die Statistiken sollen vor allem dann ein Wegweiser sein, wenn ökologische Themen in Zukunft diskutiert werden. Und nicht zuletzt sind die Ergebnisse ein Beweis dafür, dass die Arbeit der Gemeinde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in Zusammenhang mit der Umwelt auf fruchtbaren Boden fallen. 

Marco Heinrich

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