Grüne Gedanken weiter fördern

Andreas Nemetz ist Haars neuer Umweltreferent

Der Neue, der alte und die Chefin: Haars Umweltreferent Andreas Nemetz (links) mit seinem Amtsvorgänger Michael von Ferrari und Bürgermeisterin Gabriele Müller.
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Der Neue, der alte und die Chefin: Haars Umweltreferent Andreas Nemetz (links) mit seinem Amtsvorgänger Michael von Ferrari und Bürgermeisterin Gabriele Müller.

Er ist das neue Gesicht im Haarer Umweltreferat: Andreas Nemetz hat den bisherigen Umweltreferenten Michael von Ferrari auf seinem Posten abgelöst. Ferrari trat auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen in die zweite Reihe zurück. Mit Nemetz arbeitet nun ein Landschaftsarchitekt im Haarer Rathaus.

Seine „grüne Prägung“ erwarb sich der gebürtige Würzburger bereits in frühester Kindheit: Schon mit sechs Jahren war er bei den Pfadfindern, blieb dem Bündnis 21 Jahre treu. Noch heute huscht ihm ein Lächeln über das Gesicht, wenn er von dieser Zeit in der Natur und der großen Gemeinschaft berichtet. Beruflich gesehen ging es allerdings zunächst in eine andere Richtung: Als Datenverarbeitungskaufmann stieg er in die IT-Welt ein, merkte aber schnell, dass er kein Programmierer sein will.

2004 startete er dann sein Studium in Wiesbaden – und wurde Diplomingenieur der Landschaftsarchitektur (FH). Sein letztes Studienjahr verbrachte der heute 37-Jährige im Praktikums- und Diplomsemester im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern.

Oberbayern blieb es dann auch für den Unterfranken: Nach dem Studium bewarb er sich 2008 auf eine Stelle im Bauamt des Penzberger Rathauses. Irgendwie „fachfremd“ sei er sich als Landschaftsarchitekt bei der Bewerbung schon vorgekommen, doch die Verwaltung dort witterte die Chance, den bislang nicht besetzten Umweltsektor der Kommune anzulegen.

Gesagt, getan: Andreas Nemetz richtete ein Sachgebiet mit dem Namen „Grünordnung“ innerhalb des Bauamtes ein, etablierte ein Ökokonto, baute das städtische Baumkataster auf und kümmerte sich um das Grünflächenmanagement. Insgesamt konnte er, was die Natur betrifft, in Penzberg aus dem Vollen schöpfen: Es sei eben eine Kommune, die mitten im Grünen liegt, umgeben von Mooren.

In Haar sieht das natürlich anders aus: Dort ist man deutlich urbaner, mit der Folge, dass der Grünbestand eine höhere Wertigkeit besitzt. Bevor sich Andreas Nemetz auf die Stelle im Haarer Rathaus beworben hat, informierte er sich genau über die Gemeinde. Alleine die breite Verankerung der „grünen Gedanken“ in den Haarer Leitlinien – egal ob im Sektor Natur, Umweltschutz oder Energiegewinnung – hat ihn beeindruckt. „Grün wird in Haar anders gehandhabt“, sagt er.

Und genau da will der neue Umweltreferent auch ansetzen. Seine ersten großen Aufgaben hat er bereits formuliert: Zunächst wird er den Haarer Wertstoffhof in Angriff nehmen, der ja seit Jahren wegen der großen Auslastung im Fokus steht. Die Angebotseinholung für eine Bestandsanalyse hat Andreas Nemetz bereits in die Wege geleitet. Bei den öffentlichen Grünflächen inklusive den Bäumen will er nochmal genau hinschauen um potentielle Aufwertungsmöglichkeiten zu prüfen. „Den gesamten Sektor Klima finde ich auch spannend“, erklärt Nemetz.

Bürgermeisterin Gabriele Müller freut sich über den Neuzugang im Umweltreferat. „Mit Andreas Nemetz haben wir einen neuen Teamleiter gefunden, der das in Haar schon immer großgeschriebene Thema Ökologie weiter stärken und ausbauen wird.“

Seine Liste an Ideen ist insgesamt lang. Der Startschuss zur Umsetzung ist gefallen.

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