„Im Frauenfußball geht es ab!“

Der 17-jährige Haarer Nachwuchstrainer Felix Afrough feiert mit seiner Mädchenmannschaft Erfolge

Die U13-Fußball-Juniorinnen des TSV Haar holten kürzlichen den Meistertitel nach Haar! Darüber freut sich auch ihr junger Trainer Felix Afrough (Mitte). Über das Klischee, dass Fußball kein Sport für Mädchen sei, können Afrough und seine Schützlinge nur müde lächeln.
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Die U13-Fußball-Juniorinnen des TSV Haar holten kürzlichen den Meistertitel nach Haar! Darüber freut sich auch ihr junger Trainer Felix Afrough (Mitte). Über das Klischee, dass Fußball kein Sport für Mädchen sei, können Afrough und seine Schützlinge nur müde lächeln.

Von wegen Mädchen verstehen nichts von Fußball! Die Mädchen der Haarer E-Jugend haben gerade das Gegenteil bewiesen und den Meistertitel in der Kreisliga geholt! Das freut nicht nur die jungen Kickerinnen selbst, sondern auch ihren Trainer Felix Afrough.Der gerade mal 17-Jährige verrät in HALLO, was ihm am Frauenfußball so gut gefällt. Außerdem räumt er mit einigen Klischees auf!

Schon mit 14 Jahren hat Felix Afrough damit angefangen, die Mädchenfußballmannschaft des TSV Haar zu trainieren. „Mein Vater ist bereits seit 2011 dort Fußball-Trainer. Er wiederum ist über meine kleine Schwester dazu gekommen, die dort Fußball spielt“, erzählt der 17-jährige FOS-Schüler. Dass er selber zum Coach wurde, sei dabei zunächst nicht geplant gewesen: „Mein Vater trainierte zu der Zeit alleine alle vier Jugendmannschaften. Ich habe ihn dabei unterstützt und später die E-Juniorinnen (U11) für ihn übernommen.“

Seitdem blickt das Vater-Sohn-Gespann auf zahlreiche fußballerische Erfolge zurück: Ihre B-Juniorinnen sind kürzlich in die Bezirksoberliga aufgestiegen und die von Felix trainierte D-Jugend wurde sogar Meister in der Kreisliga! Kein Wunder, dass der 17-Jährige es super findet, Mädchen im Fußball zu trainieren. „Mädchen hören in dem Alter viel besser zu als Jungs und sind aufmerksamer, wenn man ihnen etwas erklärt“, findet er. Mit typischen Klischees, von wegen Frauenfußball müsse man nicht ernst nehmen, habe er noch nie zu kämpfen gehabt und auch seine Kumpels fänden es toll, dass er Mädchen trainiert. „Ich spiele selber Fußball und, wenn ich meinen Kameraden von unseren Erfolgen berichte, bewundern die das total!“

Überhaupt findet er, dass Frauenfußball gerade im Kommen sei: „Im Frauenfußball geht es ab! Der wird noch viel populärer werden!“ Dass die weiblichen Kicker jedoch jemals so reich und berühmt werden wie ihre männlichen Kollegen, das hält er, zumindest mittelfristig, für eher unwahrscheinlich: Männerfußball sei einfach schon viel länger vorhanden. Dass die weiblichen Fußballer genauso viel drauf haben wie die Jungs, kann Felix Afrough übrigens sehr gut beurteilen: Der 17-Jährige trainiert nämlich auch noch eine Jungenmannschaft. Und mit denen mache er das gleiche Training wie mit den Mädchen. „Da mache ich keine Unterschiede“, sagt er. Die Mädchen müssen die gleiche Leistung bringen, also haben sie auch das gleiche Ansehen verdient“, schlussfolgert er. Doch nicht nur das Training ist der Schlüssel zum Erfolg seiner Fußballerinnen. Auch die Stimmung im Team sei gut: „Ich verstehe mich super mit allen Mädels“, freut sich der junge Trainer. „Wir gewinnen zusammen, können aber auch zusammen verlieren.“ Als Coach sieht er sich zwar als „Anführer einer Clique“, der seinen Spielerinnen aber dennoch auf Augenhöhe begegne. „Ich beziehe die Spieler in meine Entscheidungen mit ein und frage nach ihrer Meinung.“

Überhaupt ist Afrough ein Teamplayer: Die Arbeit in und mit der Mannschaft sei das, was ihn am Fußball am meisten fasziniere. „Es ist einfach schön zu sehen, wenn man gemeinsam Fortschritte macht!“Außerdem findet er es toll, dass im Fußball bis zur letzten Sekunde alles möglich ist. „Im Saisonfinale gegen Grasbrunn stand es fast bis zum Schluss 0:0. In den letzten fünf Minuten haben wir dann noch glatt zwei Tore geschossen und gewonnen", freut er sich. Bei so viel Begeisterung ist klar, was der 17-Jährige später einmal beruflich werden will: Professioneller Fußballtrainer, natürlich. „Das macht mehr Spaß als jeden Tag acht Stunden im Büro zu verbringen“, glaubt der junge Mann. Um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, drückt Felix Afrough sogar in seiner Freizeit die Schulbank: Aktuell durchläuft er die Ausbildung zum Jugend- und Erwachsenentrainer.

Lydia Wünsch 

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