Projektgruppe „Barrierefreies Grasbrunn“ verteilt gelbe Karten

Höfliche Verwarnung

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Sigrid Karl (links) und Petra Stelzl von der Gruppe „Barrierefreies Grasbrunn“ verteilen gelbe Karten an Autofahrer, die Behindertenparkplätze nutzen, ohne die erforderliche Erlaubnis dafür zu besitzen.

Wer als Nichtbehinderter auf einem Behindertenparkplatz parkt, riskiert einen Strafzettel – und schadet Menschen, die diesen Parkplatz wirklich brauchen. Die Projektgruppe „Barrierefreies Grasbrunn“ hat nun eine Möglichkeit gefunden, Falschparker höflich zu verwarnen.

Auf einem ausgewiesenen Behindertenparkplatz ohne den entsprechenden „Parkausweis für Behinderte“ zu parken, geht gar nicht! Sowohl moralisch als auch juristisch: Ohne gültigen Parkausweis stellt das Parken auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Bußgeld und Abschleppen geahndet werden kann – bis zu 200 Euro! Trotzdem nehmen zahlreiche Autofahrer auf die Behinderten keine Rücksicht. Vor allem vor Schulen, wenn Eltern ihre Kinder abholen, findet man regelmäßig Falschparker auf den Behindertenparkplätzen.

Dafür gibt es nun die „gelbe Karte“, ins Leben gerufen von der Ortsleitgruppe „Barrierefreies Grasbrunn“. Mit der gelben Karte soll höflich, aber eindeutig auf das Freihalten von ausgewiesenen Behindertenparkplätzen aufmerksam gemacht werden. Denn es gibt Mitbürger, die auf diese Parkmöglichkeit angewiesen sind und bei „normalen“ Parkplätzen fast nicht aus dem Auto aussteigen können. „Vor allem vor Schulen wäre es erfreulich, wenn Eltern ihren Kindern ein gutes Vorbild wären und Rücksicht auf Menschen mit Behinderungen nehmen würden“, betont Petra Stelzl von der Projektgruppe. Traurigerweise sei es nämlich regelmäßig sogar so, dass sich Behinderte, wenn sie einen Autofahrer auf seinen Fehler aufmerksam machen, oft noch dumme Kommentare anhören müssen.

Die „gelben Karten“ sind über die Ortsleitbildgruppe erhältlich. Zudem kann man sie unter E-Mail an barrierefreiesgrasbrunn@grasbrunn.de bestellen.

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