Anlieger werden nochmal angeschrieben

Keine Einigung bei der Umbenennung der Kirchenstraße in Harthausen

Bürgermeister Klaus Korneder diskutierte mit Harthauser Bürgern über die Zukunft der Kirchenstraße. Diese soll in Zukunft Kirchenweg oder Andreasweg heißen.
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Bürgermeister Klaus Korneder diskutierte mit Harthauser Bürgern über die Zukunft der Kirchenstraße. Diese soll in Zukunft Kirchenweg oder Andreasweg heißen.

Seit Monaten wird in Grasbrunn diskutiert, wie man die vier, in der Gemeinde doppelt vergebenen Straßennamen ändern könnte. Im Rahmen einer Bürger- informationsveranstaltung konnte man sich nun aber nicht einigen. Stattdessen ging es um Grundsätzliches.

Wenn Straßennamen in einem Ort mehrfach vorkommen, kann dies für Lieferdienste oder Postboten ärgerlich sein; für Rettungskräfte kann die Verwirrung jedoch sehr zeitraubend sein – und im Notfall sogar Leben kosten! Deshalb hatte sich der Gemeinderat im vergangenen Herbst entschieden, in Harthausen die Gartenstraße, die Waldstraße und die Kirchenstraße umzubenennen und in Neukeferloh den Grasbrunner Weg. Als entscheidendes Kriterium dafür, in welchen Ortsteilen welche Straße geändert werden soll, wurde die Zahl der betroffenen Haushalte herangezogen: Je weniger Anwohner in einer der doppelten Straßen wohnen, desto unkomplizierter fällt dort die Adressänderung aus. Als Trostpflaster für die betroffenen Anwohner hatte der Gemeinderat allerdings bestimmt, dass die Bürger selbst Vorschläge machen dürften.

Dieses Angebot wollten die Anwohner zuletzt aber nicht annehmen. In Harthausen würden drei Straßen umbenannt, in Neukeferloh eine und in Grasbrunn bleibe alles beim Alten: Das sei nicht gerecht, lautete das Argument der zehn Besucher der jüngsten Bürgerversammlung zu dem Thema. „Am liebsten wäre uns, wenn alles beim Alten bliebe“, so der Wunsch der Anwohner. Überhaupt: Dass in den Harthauser Straßen weniger Personen wohnen, sei kein Argument. Auch das hochgespielte Problem mit Post und Rettungsdienste werde nicht von allen anerkannt. Und jetzt soll auch noch das Navi Probleme haben! Bürgermeister Klaus Korneder versuchte, die Wogen zu glätten und erklärte, dass es sich der Gemeinderat nicht leicht gemacht habe. In mehreren Sitzungen, sei es im Bauausschuss oder Gemeinderat gewesen, sei das Thema mehrfach zum Teil kontrovers diskutiert worden.

Zu einer Abstimmung, welchen Namen nun die Kirchenstraße in Harthausen bekommen soll, kam es daher vor dem Hintergrund dieser Diskussionen nicht. Immerhin einigte man sich auf zwei Alternativen: Demnach soll die Kirchenstraße künftig unter Kirch- oder Andreasweg firmieren. Da die Beteiligung an der Veranstaltung außerdem so gering war, sollen nun die Anwohner der Kirchenstraße – das sind 26 stimmberechtigte Personen über 18 Jahren – angeschrieben und gebeten werden, ihre Entscheidung zwischen Kirch- und Andreasweg schriftlich an die Gemeinde abzugeben. Diese Abstimmung solle noch vor den Schulferien fallen. Das Ergebnis von dieser Abstimmung sei dann bindend. Der Gemeinderat wird Korneder zufolge dann am 26. September den entsprechenden Beschluss fassen mit dem Ziel, dass die finale Umbenennung zum 1. Februar 2018 vollzogen wird. Obwohl am Ende des Treffens also immer noch keine Einigung erzielt werden konnte, lobten die Anwesenden immerhin die Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft der Gemeinde. Dass Bürgermeister und Verwaltung zuhören, „das ist nicht überall so“.

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