Hauptversammlung der Harthauser Krieger- und Soldatenkamerdaschaft

Frauen gegen den Mitgliederschwund

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Die geehrten Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft Harthausen (von links): Franz Voglsinger, Josef Soyer, Günter Trapp, Otto Bußjäger, Alfons Bauer und Hans Roit.

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Harthausen hat sich zur Jahreshauptversammlung getroffen. Es gab Ehrungen, einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr und einen geradezu revolutionären Vorschlag des Vorsitzenden!

Da war selbst Vorsitzender Alfons Bauer senior überrascht! Bauer hatte gerade die Ehrungen im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthof Forstwirt durchgeführt und zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen wollen, als ihn sein Vize Otto Bußjäger bat, auf der Bühne zu bleiben. Grund: Bauer selbst wurde geehrt! Der 65-Jährige ist seit 41 Jahren in der Vorstandschaft bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Harthausen vertreten und führt den Verein seit 30 Jahren als Vorsitzender. Dafür bekam er, gestiftet vom CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Hahn, eine viertägige Berlin-Reise geschenkt. Die Reise darf Bauer nun im Februar mit seiner Frau antreten.

Bevor er für seine Verdienste geehrt wurde, hatte Alfons Bauer jedoch seines Amtes gewaltet und den Tätigkeitsbericht vorgestellt. Demnach habe der Verein den Tod von sieben Mitgliedern verzeichnen müssen; die Mitgliederzahl belaufe sich nun auf 80. Bauer regte in diesem Zusammenhang ein Umdenken an, was das Frauen-Verbot in dem Verein betreffe. Auch andere Krieger- und Soldatenvereine würden derzeit über schwindende Mitgliederzahlen klagen und daher die Aufnahme von Frauen in Betracht ziehen.

In diesem Jahr steht ein großes Jubiläum an: Der Verein wird 90 Jahre alt. Wann und in welchen Umfang die Feier stattfindet, muss Bauer zufolge noch festgelegt werden. „Jedenfalls wird das Jubiläum gebührend gefeiert“, so der Vorsitzende.

Neben Alfons Bauer wurden weitere treue Mitglieder ausgezeichnet. Das silberne Ehrenzeichen für 15 Jahre in der Krieger- und Soldatenkameradschaft erhielten Otto Bußjäger und Klaus Tränkler. Für 30 Jahre wurden Hans Rojt, Josef Soyer und Franz Voglsinger geehrt. Als Neuzugang begrüßten die Anwesenden einstimmig Maximilian Moser, den Enkel des verstorbenen Ehrenbürgers und früheren Bürgermeisters Wilhelm Dresel.

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