Haushalt lässt Herzen höher schlagen

Grasbrunn kann Rekordhoch bei Gewerbesteuer und Rücklagen verzeichnen

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Bürgermeister Klaus Korneder kann sich über die Haushaltszahlen freuen.

Grasbrunn geht es finanziell derzeit sehr gut. Gewerbesteuer und Rücklagen sind auf einem Rekordhoch. Bald soll die Gemeinde sogar schuldenfrei sein.

Grasbrunn – Die Gemeinde Grasbrunn kann sich glücklich schätzen, denn die Gemeinde steht finanziell so gut da wie noch nie. Im vergangenen Jahr flossen 15,4 Millionen Euro an Gewerbesteuern auf das Gemeindekonto. Die Rücklagen steigen dadurch von 11 Millionen Ende 2019 auf einen Wert von über 15 Millionen Euro. Dies geht aus einem Bericht von Kämmerer Sebastian Stüwe hervor. Für 2020 wird dennoch vorsichtig kalkuliert. Nachdem die Einnahmen 2019 hoch waren, rechnet man laut Bürgermeister Klaus Korneder heuer realistisch mit 9,4 Millionen Euro. Der Grund: Diese Einnahmen können von Jahr zu Jahr stark schwanken. Weiter werde die Gemeinde keine Schulden machen, die Hebesätze bleiben gleich. So werde die Gemeinde trotz hoher Investitionen in Schulbau und Feuerwehrfahrzeuge in 2024 schuldenfrei sein, berichtete der Bürgermeister.

Um auch künftig mit stabilen Einnahmen planen zu können, müsse die Gemeinde allerdings ihre Gewerbegebiete deutlich ausbauen. Dafür verglich der Bürgermeister Grasbrunn mit den umliegenden Gemeinden. In Hohenbrunn etwa beträgt der Anteil der Gewerbeflächen am Siedlungsgebiet 11,9 Prozent, in Putzbrunn sind es über 9 Prozent und in Haar 1,8 Prozent. In Grasbrunn liegt man demnach mit 0,8 Prozent deutlich darunter. Das will der Bürgermeister ändern.Das neue Gewerbegebiet in Keferloh mit 4,8 Hektar Fläche sei daher wichtig.

Auch die Einkommenssteuer steige kontinuierlich, sie erreicht heuer mit rund 680 000 Euro einen Höchstwert. Allerdings wachsen auch die Personalkosten um weitere sieben Prozent auf fast 7,5 Millionen Euro. Grund dafür seien Tariferhöhungen, Arbeitnehmer-Zulagen bei den Kitas sowie die München-Zulage. Der von Kämmerer Stüwe präsentierte Haushalt 2020 wurde einstimmig vom Gemeinderat genehmigt.

Die Zahlen auf einen Blick

Verwaltungshaushalt: 23,7 Mio. Euro (2019: 23,5 Mio.). Vermögenshaushalt: 7,4 Mio. Euro (3,6 Mio.). Gesamtvolumen: 31,1 Mio. Euro (27,1 Mio.). Einnahmen: Gewerbesteuer: 9,4 Mio. Euro (15,4 Mio.); Einkommenssteuer: 680 000 Euro (660 000). Ausgaben: Kreisumlage: 7,9 Mio. Euro; Personalkosten: 7,5 Mio. Euro; Turnhalle: 4,5 Mio. Euro; Vereine: 1,2 Mio. Euro; Feuerwehrfahrzeuge: 755 000 Euro; Urnenstele: 255 000 Euro; Umbau Sparkasse: 235 000 Euro; Grunderwerb: 200 000 Euro. Rücklagen Ende 2019: 15 Mio. Euro (Ende 2018: 11 Mio. Euro); Schulden zum Jahresende: 819.000 Euro (Ende 2019: 1,03 Mio. Euro).

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