Grasbrunn bekommt Waldlehrpfad

Natur als Erlebnisstation

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Gerade in Großstädten haben Kinder oft keinen Bezug mehr zur Natur. Ein Waldlehrpfad in Neukeferloh soll die Natur dort „mit allen Sinnen erlebbar machen“, verspricht die Gemeinde.

Bereits seit längerem plant die Gemeinde im Gemeindeteil Neukeferloh einen Waldlehrpfad, um den Bürgern das gerade in Ballungsräumen so wichtige Thema Wald und Naturschutz näher zu bringen. Nun soll das Projekt endlich umgesetzt werden.

Bei einem Waldlehrpfad soll bewusst das spielerische Erleben im Wald beziehungsweise in der Natur anhand vieler Erlebnisstationen in den Vordergrund gestellt werden, heißt es in den Lehrbüchern. Möglichst viele Sinne sollen dabei angesprochen und ein emotionaler Bezug der Besucher zu ihrer Umwelt geschaffen werden.

In Grasbrunn war man von der Idee begeistert, stellte das Projekt – aus finanziellen Gründen – jedoch immer wieder hintan. Nun aber, so verkündet die Gemeindeverwaltung, „soll es konkret werden“. Weil der in die Jahre gekommene bestehende Pflanzlehrpfad auf einem Waldgrundstück in der Nähe des Friedhofes in Neukeferloh ertüchtigt werden müsse, habe die Gemeinde in Zusammenarbeit mit einer Klimafachkraft des zuständigen Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg und dem Bauhof ein Konzept für einen Walderlebnispfad ausgearbeitet, in das der bestehende Pflanzlehrpfad integriert werden soll. Die Ortsgruppe des Bund Naturschutzes sei bei den Planungen als beratendes Gremium eingebunden worden, teilt das Rathaus mit.

Vorgesehen ist demnach ein Rundweg im modularen Aufbau mit derzeit elf bis 14 ortsfesten Stationen. Geplant sind drei Startpunkte mit Eingangstafeln über den Verlauf und die Stationen. An diesen werden den Besuchern verschiedene Aufgaben gestellt.

So gilt es zum Beispiel, Baum- arten anhand des Blattes beziehungsweise der Nadel und aufgeschnittenen Hölzern zu erkennen oder auch Tiere mittels ihrer Spuren im Wald. Für die jüngeren Naturfreunde gibt es auch Bewegungselemente zum Spielen. Besonders interessant dürfte die Station sein, bei der die Besucher mit geschlossenen Augen verschiedene Baumarten durch Fühlen der Rinde erkennen sollen. Durch das Erkennen von Pflanzendüften in einem Pflanztrog soll der Geruchssinn der Besucher gefördert werden. „Ein Erlebnis also für alle Sinne“, kündigt die Verwaltung an.

Um die Ausführung, die Bauleitung und den Unterhalt des Walderlebnispfades will sich die Gemeinde Grasbrunn größtenteils in Eigenregie kümmern. Noch in diesem Jahr soll der Bauhof mit ersten Umsetzungsmaßnahmen wie dem Wegebau und dem Abbau des maroden Pflanzlehrpfads beginnen. Die ersten Stationen und Ruhebänke für den Erlebnispfad sollen bereits im Frühjahr 2017 errichtet werden.

Gerne können Bürger das Projekt mit einer Spende unterstützen – und gegebenenfalls sogar eine Station selbst umsetzen. Weitere Informationen erteilt Alexander Eschenbach im Bauamt unter Telefon 461002-131 oder E-Mail alexander.eschenbach@grasbrunn.de.

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