Besuch bei Freunden

Chinesische Delegation informiert sich in Grasbrunn über bayerische Wirtschaft

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Die Delegation aus der chinesischen Provinz Shandong mit dem Grasbrunner Bürgermeister Klaus Korneder (vordere Reihe, Mitte) und Delegationsleiter Zhaochum Wang (vorn, Vierter von links)

Eine Delegation aus Politik und Wirtschaft der chinesischen Provinz Shandong hat vergangene Woche Grasbrunn besucht. Delegationsleiter Zhaochum Wang war beeindruckt vom „hohen Niveau“ des Besichtigungsprogramms.

„Nun sind wir erst seit zehn Minuten hier und haben schon gelernt, wo die (Keferloher, Anm. d. V.) Bierkrüge erfunden wurden“, begeisterte sich Zhaochum Wang, der Leiter des Amtes für klein- und mittelständische Unternehmen der chinesischen Provinz Shandong. Wang und seine Delegation, bestehend aus Vertretern der Politik und Wirtschaft Shandongs, besuchten vergangene Woche Grasbrunn.

Die ostchinesische Provinz Shandong pflegt seit 30 Jahren freundschaftliche, politische und vor allem wirtschaftliche Kontakte zum Freistaat Bayern. In der Region, die doppelt so groß und zehnmal so viele Einwohner wie Bayern hat, haben mehrere deutsche mittelständische Unternehmen ihren Sitz gefunden. Gleichzeitig gibt es inzwischen über 300 chinesische Firmen mit Sitz in Bayern. Oft war die Firma Invest in Bavaria, die dem Bayerischen Wirtschaftsministerium untersteht, bei diesen Standortgründungen beteiligt.

Wolfgang Mende, ehemaliger Kämmerer in Grasbrunn, hatte zusammen mit Ottilie Stelzl, welche 19 Jahre lang für die Hanns-Seidl-Stiftung in China war, den Besuch vermittelt. Organisiert wurde die Führung von der Verwaltung des Rathauses Grasbrunn. So konnte Bürgermeister Klaus Korneder mehrere Grasbrunner Unternehmer für Kurzreferate gewinnen. Andreas Fischer von Invest in Bavaria, zuständig für Osteuropa und Asien, unterrichtete die Delegation etwa über die bayerische Wirtschaft im Vergleich mit der EU – wobei der Freistaat sehr gut abschnitt!

Danach besuchte die Gruppe die Firma Bosch Sicherheitssysteme im Technopark. Dort wurde im sogenannten Experiment-Center die neuste Technik in der Sicherheitsbrache vorgeführt. Die chinesischen Gäste waren so beeindruckt, dass sie gleich mehrere Bestellungen tätigten. Insgesamt war das Programm laut Delegationsleiter Wang auf „hohem Niveau“. Eine Tatsache, die sich auch darin widerspiegelt, dass die Gastgeber als „Freunde“ bezeichnet wurden, was im Chinesischen einen hohen Stellenwert hat. Neben Grasbrunn besuchte die Delegation im Verlauf der Woche auch Linz, Stuttgart und Mailand.

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