Tiefergelegt im Bannwald?

Arbeitskreis „Neue Turnhalle für Grasbrunn“ diskutiert mögliche Standorte an der Leonhard-Standler-Straße

Fachplaner sollen bei der Standortfrage ihr Wissen einbringen, so die Meinung im Arbeitskreis Turnhalle, dem Bauamtsleiterin Michaela Prokop (Mitte) den Bestand erläuterte.
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Fachplaner sollen bei der Standortfrage ihr Wissen einbringen, so die Meinung im Arbeitskreis Turnhalle, dem Bauamtsleiterin Michaela Prokop (Mitte) den Bestand erläuterte.

Der Arbeitskreis „Neue Turnhalle in Grasbrunn“ hatte den Gemeinderat schon vor Monaten überzeugt, dass eine größere Turnhalle für die Gemeinde von Vorteil ist. Nach weiteren Treffen des Arbeitskreises steht nun fest: Ein Fachbüro soll mit den Hallen-Planungen für den Standort nördlich der Leonhard-Stadler-Straße und dem Erstellen einer Skizze für einen Standort südlich der Leonhard-Stadler-Straße beauftragt werden.

„Den Grundstein für die Turnhalle legen wir 2019“, war sich Ulrich Hammerl, SPD-Gemeinderat und Vorsitzender des TSV Grasbrunn, zu Beginn der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises „Neue Turnhalle für Grasbrunn“ sicher.

Die meisten Arbeitskreismitglieder standen derweil rund um den Tisch, auf dem Pläne des Schulareals und von Bauhofmitarbeitern handgefertigte Mini-Modelle für die Turnhalle lagen. Schulleiterin Christine Neumann empfand es aus ihrer Sicht eher als ein „Luxusproblem“, darüber diskutieren zu müssen, wo genau die Turnhalle einmal stehen werde, „wenn es nur auf dem Schulareal ist und eine Schulhauserweiterung in Betracht gezogen werden kann“.

Wie schnell diese, von der Rektorin gewünschte Erweiterung aber realisierbar ist, wird sich noch herausstellen. Sofort ließe sich aber die im Schulgebäude ansässige Mittagsbetreuung in die freie Etage im Hausmeisterhaus auf dem Schulareal einquartieren, womit dann mindestens zwei weitere Klassenräume geschaffen werden könnten. Derzeit wird an der Grundschule keine Ganztagesklasse geführt; sollte sich dies für Grasbrunn ergeben, so müssten auch hierfür die notwendigen Räumlichkeiten auf dem Schulareal geschaffen werden.

Über den aktuellen Raumbedarf für den Schul- und Vereinssport hinaus blickten die CSU-Vertreter Michael Hagn und Detlef Wildenheim. Sie machten im Arbeitskreis darauf aufmerksam, die neue Schulturnhalle nicht nur für den Moment zu planen, sondern zu bedenken, dass die dann „neue Halle in 20, 25 Jahren immer noch den Anforderungen entsprechen muss“, so Wildenheim. Vor allem Familien würden nach Grasbrunn ziehen, der Ortsteil wachse noch wesentlich rasanter als Harthausen, wobei auch der inzwischen von Neubauten geprägt sei. Dem hielt Grasbrunns Bauamtsleiterin Michaela Prokop entgegen, dass Neukeferloh ständig verdichtet werde und „Neukeferloh das Zentrum“ bleiben werde.

Über einen neuen Schulstandort zu debattieren, zeigten die Arbeitskreismitglieder wenig Interesse. Keinen Widerspruch gab es auch zur geforderten Tieferlegung des Turnhallenkomplexes: Michaela Prokop schien es zu freuen, denn: Kies, der in der Region ja reichlich vorhanden ist, „lässt sich derzeit gut verkaufen“.

Nachdem der Wertstoffhof in Neukeferloh seit Jahrzehnten südlich der Leonhard-Stadler Straße seinen Platz hat, sieht Karl Humplmaier in diesem Bereich auch für die Turnhalle einen möglichen Standort. Dann allerdings wäre der Norden des Bannwalds betroffen. Zu Lebzeiten hatte Altbürgermeister Wilhelm Dresel das Waldstück zu Bannwald erklären lassen. „Wir werden dazu eine Skizze anfertigen lassen. Ich will diese Diskussion nicht abwürgen“, erklärte Bürgermeister Klaus Korneder. Geplant werden muss auch, was mit dem derzeitigen Schulturnhallenkomplex passieren wird. Stehen bleiben darf dieser nämlich nicht, andernfalls gebe es keine staatlichen Zuschüsse. Die Skizze und Pläne für die Situierung der Turnhallenvarianten will Korneder nun beauftragen.

ar

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