Wünschenswert, notwenig, machbar

Ursula Mayer, erste Bürgermeisterin der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Höhenkirchen-Siegertsbrunn 1. Bürgermeisterin zum Jahreswechsel

VON URSULA MAYER Liebe Bürgerinnen und Bürger von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, liebe Leserinnen und Leser des HALLO! Im Rückblick auf das vergangene Jahr steht ein Ereignis ganz oben auf der Liste der erwähnenswerten Geschehnisse in unserer Gemeinde: die Eröffnung des Gymnasiums. Mit dem ersten Schultag strömten über 1500 Schüler in die Klassenräume und damit in unsere Gemeinde. Das erwartete Chaos blieb aus, jetzt gehört der Schülerstrom, der täglich morgens aus der S-Bahn „fällt“ zum Alltags-Bild. Es ist für mich immer wieder eine große Freude, die jungen Menschen in diese Bildungsstätte strömen zu sehen und zu wissen, dass jegliche Bemühungen um dieses Gymnasium gerechtfertigt waren und gerechtfertigt sind. In vier Jahren, wenn die „Gäste“ aus dem Gymnasium Neubiberg und Ottobrunn wieder in ihre eigenen Häuser zurückgezogen sind, wird es dann auch tatsächlich das Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn sein. Für den Nachwuchs sind auch die Pavillons an der Erich Kästner-Schule gebaut worden, um endlich bezogen werden zu können. Viele Planungen und Gespräche waren – leider – zwischen der Gemeinde, der Schule, dem Bauträger und den beteiligten Behörden notwendig, um das Bauwerk so hinzustellen wie es jetzt dasteht. Das Jahr 2011 war das fünfte Mottojahr, das die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn organisiert hat. Über 300 Veranstaltungen wurden den Bürgern diesmal unter dem Motto „Bildung“ vor Ort präsentiert: Angefangen von Spielenachmittagen über Vorträge zu König Ludwig und Astrophysik, Ausstellungen und Konzerten, bis hin zu unseren LänderSonntagen. Diese haben die Integration der nicht-deutschen Bürger unserer Gemeinde wesentlich gefördert und zum kommunikativen Miteinander beigetragen. Das hat auch die Regierung von Oberbayern so gesehen und der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn für diese Initiative einen Sonderpreis verliehen, der mit 500 Euro dotiert war. Darauf bin ich sehr stolz und dürfen auch alle an den Länder Sonntagen beteiligten Bürger sehr stolz sein. Es ist schon eine einmalige Sache so vielen verschiedenen Interessen unserer Bürger etwas anbieten zu können. Die Eingemeindung eines Teils des Höhenkirchner Forstes und die damit neu begründete Nachbarschaft mit Oberpframmern und Grasbrunn ist ebenfalls ein durchaus erwähnenswertes Ereignis aus den vergangenen zwölf Monaten. Gerade im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen zur Nutzung der Windenergie könnten sich mit der Nachbarschaft auch sinnvolle Synergien ergeben, die im Forst angesiedelt werden könnten. Zu diesem Thema gibt es noch viele Informationen einzuholen und Diskussionen zu führen. Unser Seniorenzentrum „Wohnen am Schlossanger“ konnte im Sommer sein fünfjähriges Bestehen feiern. Es war ein tolles Fest, das auch ganz erheblich die Arbeit unserer Ehrenamtlichen aufzeigte. Sie sind rührend und aufmerksam bemüht, unseren Senioren behilflich zu sein: Sei es bei den Kaffeenachmittagen, bei Ausflügen oder bei Hilfestellungen im täglichen Leben. Dafür ein ganz besonderes Dankeschön! Und besonders schön ist für mich, dass unser WaS die Note 1,2 bei der Beurteilung durch den MdK bekam und damit über dem Landesdurchschnitt liegt. Ein Dankeschön an unsere Heimleitung, Pflegeleitung und alle Pflegekräfte! Zu feiern gab es auch das fünfjährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Montemarciano. Ein Besuch dort und ein Gegenbesuch bei uns festigten die freundschaftlichen Bande. Auch mit unserer französischen Partnerstadt Cheroy konnten wir im Oktober ein Wiedersehen in unserer Gemeinde feiern. Beide Komitees sind sehr erfinderisch, wenn es um das Programm für unsere Besucher geht. Auch für Übernachtungsmöglichkeiten wird immer kräftig die Werbetrommel gerührt und ich freue mich, wenn Bürger unserer Gemeinde unseren Freunden eine gastfreundliche Tür öffnen. Im Moment sind wir – Verwaltung, Gemeinderat und ich – intensiv dabei, die Finanzen für das kommende Jahr 2012 und die nächsten Jahre zu planen. Dabei ist wie immer das Augenmerk darauf ausgerichtet: Was ist wünschenswert, was ist notwendig, was ist machbar? Und da scheiden sich zum einen auf den ersten Blick die Pflichtaufgaben von den freiwilligen Aufgaben genauso wie zum anderen die Geister. Wir sind im vergangenen Jahr – wie auch in den Jahren zuvor – mit einer umsichtigen und vorausschauenden Finanzplanung nie in Kalamitäten geraten, obwohl die nationalen und internationalen Ereignisse auch in unserer Gemeinde ihre Spuren hinterlassen haben. Es liegen zwölf Monate vor uns, die teils schon wieder ziemlich zugeplant sind: Ein Auftritt der Teufelsgeigerin Martina Eisenreich mit ihrem Ensemble am 27. April, Michael Fitz wird im Oktober bei uns sein und jede Menge sportlicher und musikalischer Veranstaltungen unserer Vereine stehen schon im Gemeindekalender. Ich freue mich, die Bürger von Höhenkirchen-Siegertsbrunn dort zu treffen, und lade alle „Auswärtigen“ ein, an unserem aktiven Gemeindeleben teilzunehmen. Ein gutes Jahr 2012 wünsche ich uns allen! Ihre Ursula Mayer Erste Bürgermeisterin Höhenkirchen-Siegertsbrunn

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