Am 30. Oktober ist Weltspartag

Jetzt geht‘s dem Sparschwein an den Speck!

Zum Themendienst-Bericht von Sandra Ketterer vom 24. Oktober 2013: Am 31. Oktober ist Weltspartag. Dann werden traditionell die Sparschweine bei der Bank geleert.(Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)  Foto: Sonya Schönberger
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Kinder aufgepasst! Am 30. Oktober ist in Deutschland Weltspartag. Für Kinder gibt es dabei bei vielen Banken kleine Geschenke.

Im Oktober 1924 fand zum ersten Mal der Weltspartag statt. HALLO hat nachgefragt, was es mit diesem Tag auf sich hat und warum es auch heute noch sinnvoll ist, Geld auf sein Sparkonto einzuzahlen.

Sparschweine haben eine lange Tradition: In vielen Ländern und Kulturen gelten Schweine als ein Symbol von Glück und Fruchtbarkeit. Deshalb füllen die Menschen den Bauch des Sparschweins mit Geld –in der Hoffnung, dass sich das Geld vermehrt und Reichtum bringt. Gespart wurde schon lange bevor das Geld überhaupt erfunden war: Menschen legten Lebensmittel-Vorräte an für Notzeiten oder sie sammelten wertvolle Metalle, die sie für Tauschgeschäfte ausgeben wollten.

Eine besondere Spar-Aktion findet jedes Jahr Ende Oktober statt: der Weltspartag. Dann bringen die Menschen ihre Sparschweine voller Kleingeld zu den Banken und Sparkassen und lassen sich diesen Betrag auf ihrem Konto gutschreiben. Für Kinder gibt es dabei meist noch das eine oder andere kleine Geschenk.

Erfunden wurde der Tag übrigens vor fast 100 Jahren von einem italienischen Professor, der die Menschen dazu motivieren wollte, wieder ein bisschen mehr zu sparen.

Peter Wein, Marketingleiter bei der VR Bank München-Land in Oberhaching, findet die Idee des Weltspartags auch gut, denn: „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not!“ Wobei Wein keineswegs dazu rät, immer alles Geld auf die Bank zu tragen: „Wenn die Oma mal 50 Euro verschenkt, dann dürfen sich die Kinder auf alle Fälle etwas kaufen. Sie sollten nur eben vielleicht nicht alles Geld gleich ausgeben.“

Doch ist das Geld auf der Bank überhaupt sicher? Peter Wein sagt ganz klar: „Ja!“ Denn wenn das Sparschwein erst einmal geschlachtet und das Bargeld eingezahlt wurde, wandert es direkt in die Hauptkasse der Bank (im Fall der VR Bank München Land ist die in Feldkirchen). Dort werden die Münzen und Scheine sortiert und aufbereitet und anschließend wieder in Umlauf gebracht – zum Beispiel an den Bankautomaten.

Wenn man also Geld von seinem Sparkonto abhebt, ist es Wein zufolge äußerst unwahrscheinlich, dass man exakt die gleichen Scheine wieder zurückbekommt, die man eingezahlt hat. Aber: „Man bekommt natürlich jederzeit die gleiche Summe wieder zurück – plus Zinsen! Dafür verbürgen wir uns.“

Grundsätzlich haben alle Sparer die Wahl, ob sie ihr Geld lieber auf ein Giro- oder ein Sparkonto einzahlen. Sicher ist es auf beiden – nur die Höhe der Zinsen ist unterschiedlich. Klar, können die Sparschweine das ganze Jahr über geschlachtet und zur Bank gebracht werden. Aber nur zum Weltspartag lassen sich die Banken für die Kinder etwas Besonderes einfallen. Bei der VR Bank München Land in Oberhaching beziehungsweise in ihren 20 Außenstellen bekommen alle Kinder neben einer Sparurkunde ein Überraschungsgeschenk. Außerdem werden spezielle Kinderschalter eingerichtet, wo die Spardosen geöffnet und der Inhalt noch von Hand gezählt wird. „Das Geld läuft nicht durch unsere Zählmaschine“, betont Wein. Die einzigen, denen der Weltspartag also nicht gefallen dürfte, sind die Sparschweine. Denen geht‘s dabei gehörig an den Speck!

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