Vergessenes Wissen gerettet

„Es sei denn, es regnet Spitzbuben ...“, das war sein Satz, Sepps Satz dafür, dass seine Kräuterwanderungen nur unter widrigsten Umständen nicht stattfinden durften.

Josef Ott, genannt Sepp, ist am 3. Januar 2012 im Alter von beinahe 86 Jahren, knapp ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Ehefrau, in München verstorben. Alle, die ihn kannten, erfüllt bei dieser Nachricht große Trauer. Einige besonders enge Freunde möchten ihm auf diesem Weg „Danke sagen“ für seine unermüdliche Arbeit auf dem Gebiet gesunder und bewusster Lebensführung im Allgemeinen und seiner geliebten Kräuter und Heilpflanzen im Besonderen. Der 1985 von ihm gegründete und bis 2009 als 1. Vorstand geführte Verein „Vitalia e.V., Freunde natürlichen Lebens“ mit seinen rund 500 Mitgliedern erfreut sich sehr großer Beliebtheit und Bewunderung. Im November 2010 konnten die Vereinsmitglieder mit Sepp zusammen noch das 25-jährige Gründungsjubiläum feiern und einen Tag der offenen Tür mit vielen interessanten Themen erleben. Mit seinen Kräuterführungen bei jedem Wetter und seiner offenen Art gegenüber den Menschen konnte er bereits in Vergessenheit geratenes Wissen über unsere einheimische Flora wieder vermitteln und in Erinnerung rufen. Allen, die ihn kannten, war Josef Ott immer ein großes Vorbild, nicht nur wegen seines Engagements bis ins hohe Alter. Er war ein Allroundgenie mit dem Herz am rechten Fleck. Bis zum Schluss erledigte er noch alles selbständig und setzte die einmal als richtig erachteten Dinge auch selbst in seiner unnachahmlichen Art und Weise um. Seine Wegbegleiter beim Vitalia-Verein erinnern sich seines Großmuts, seiner Herzlichkeit und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

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