Gesamtnote besser als gut

Unternehmer sind mit dem Landkreis München sehr zufrieden

IHK-Regionalausschussvorsitzender Christoph Leicher ist mit den Umfrageergebnissen zufrieden, warnt aber davor, sich zurückzulegen.
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IHK-Regionalausschussvorsitzender Christoph Leicher ist mit den Umfrageergebnissen zufrieden, warnt aber davor, sich zurückzulegen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Landkreis München bewerten die Betriebe besser als gut. In der jüngsten offiziellen Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat der Standort die Gesamtnote 1,8 erhalten und damit die Bewertung aus dem Jahr 2015 von 1,9 leicht gesteigert. Oberbayernweit liegt die Gesamtnote bei durchschnittlich 2,0.

Christoph Leicher, Kirchheimer Unternehmer und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses München (Landkreis), stellte die Ergebnisse der Umfrage jetzt zusammen mit Tina Emslander, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle München, bei einem Pressegespräch vor. „Die Betriebe stellen dem Landkreis ein Spitzenzeugnis aus. Neun von zehn Unternehmern würden sich wieder für den Standort entscheiden – das ist ein unmissverständliches Bekenntnis für die Region München“, zeigte sich Leicher mit dem Ergebnis zufrieden.

In der Umfrage bewerten fast 90 Prozent der Betriebe den Standort mit „gut“ oder „sehr gut“. 29,8 Prozent geben an, in den letzten drei Jahren Erweiterungen oder umfangreiche Investitionen vorgenommen zu haben. Diese positive Stimmung wird wohl Bestand haben. 25,5 Prozent der Betriebe im Landkreis München wollen in den kommenden drei Jahren kräftig investieren und wachsen.

Als Stärken bewerten die Unternehmen vor allem die Verkehrs- infrastruktur mit der Anbindung an das regionale sowie überregionale Straßennetz. Aber auch mit der Loyalität und Motivation der Mitarbeiter ist die Zufriedenheit hoch.

Allerdings gibt es auch Kritik. 22 Prozent der Befragten geben an, bereits Wachstumsverzögerungen hingenommen zu haben, vor allem aufgrund von Standortmängeln wie fehlender Gewerbeflächen oder zu weniger Fachkräfte – fünf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. „Das ist ein Weckruf, sich nicht auf der derzeit sehr guten Situation auszuruhen“, so Leicher.

Unzufrieden ist die Wirtschaft aber auch mit weiteren Rahmenbedingungen wie den Gewerbeflächen und Grundstückspreisen und dem Wohnraumangebot. „Ein Luxusproblem“, das laut Leicher der hohen Attraktivität des Standorts geschuldet sei.

Zurücklehnen, so der Regionalausschuss-Vorsitzende, dürfe man sich angesichts der Umfrageergebnisse keinesfalls. „Insbesondere bei der Fachkräftesicherung besteht noch Handlungsbedarf, das geht aus den Ergebnissen klar hervor. Umso wichtiger ist es, dass man als Unternehmen fortlaufend die eigene Attraktivität als Arbeitgeber pflegt. Die beste Maßnahme gegen den Fachkräftemangel bleibt aber weiterhin, Ausbildungsstellen anzubieten“.

An der repräsentativen Standortumfrage beteiligten sich fast 200 von 2000 angeschriebenen Unternehmen aus dem ganzen Landkreis. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.ihk-muenchen.de/muenchen abrufbar.

fit

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