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Heyland verzichtet auf erneute Kandidatur

Unabhängige Freie Wähler für Neubiberg und Unterbiberg nominieren einstimmig Reiner Höcherl

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Günter Heyland (l.) von den Unabhängigen Freien Wählern Neubiberg und Unterbiberg (FW.N@U) wird in Neubiberg nicht mehr als Bürgermeister kandidieren.

Neubibergs bisheriger Bürgermeister Günter Heyland will nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren. In der Mitgliederversammlung der parteifreien und unabhängigen Freien Wähler für Neubiberg und Unterbiberg (FW.N@U) in der vergangenen Woche erklärte Heyland, dass er nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters antreten werde. Die Mitgliederversammlung wählte wie zuvor die Gemeinderatsfraktion einstimmig Reiner Höcherl zum Bürgermeisterkandidaten für 2020. Höcherl ist 56 Jahre alt und selbständiger Geschäftsführer und Unternehmer. Er vertritt die FW.N@U bereits seit 2016 im Gemeinderat und in Ausschüssen. Zudem ist er ehrenamtlich tätig als Kulturreferent, Vorsitzender des Gemeinde-Partnerschaftsvereins, Vorstandsmitglied des Freundeskreises der Universität der Bundeswehr und im Offenen Bürgerforum Lokale Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg. Günter Heyland empfiehlt ihn mit den Worten: „Er ist aus meiner Sicht ein idealer Bürgermeister für Neubiberg, denn er handelt mit seiner konfliktvermeidenden, moderaten und kompromissbereiten Art unabhängig, pragmatisch und bedacht, er ist sehr engagiert und glaubwürdig.“ HALLO sprach mit Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland über die Gründe für seinen Kandidatur-Verzicht.

HALLO: Herr Heyland, Ihre Absage, für eine dritte Amtsperiode zu kandidieren, kommt sicher für viele Neubiberger überraschend. Wieso haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen?

 Heyland: Ich habe mich bereits im Herbst letzten Jahres nach reiflicher Überlegung aus persönlichen Gründen dafür entschieden, nicht mehr für eine dritte Amtszeit als Bürgermeister anzutreten. „Bürgermeister“ ist ein aufreibender Job und man sollte zum richtigen Zeitpunkt den Absprung schaffen. Mit Reiner Höcherl können wir einen aussichtsreichen Kandidaten präsentieren. Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr Menschen auch par­teifrei in Neubiberg engagieren. Wir von den parteifreien und unabhängigen Freien Wählern für Neubiberg und Unterbiberg (FW.N@U) gehören ja keineswegs den bayerischen Freien Wählern an. Hubert Aiwanger ist nicht unser Chef!

Was sind ihre Beweggründe?

Ich möchte künftig mehr für meine Gesundheit tun und mehr Zeit mit meiner Familie, meinen Enkeln verbringen. Aber die Entscheidung fiel mir natürlich nicht leicht.

Und beruflich, was haben Sie da geplant?

Ich habe ja noch genug Zeit, das vorzubereiten. Ich hätte da noch einige Ideen. Bisher konnte ich noch nicht aktiv werden. Wir mussten diesen Schritt geheim halten, bis wir auch gleich eine Lösung für einen Kandidaten präsentieren konnten. Was die FW.N@U betrifft, so hoffen wir zur Aufstellungsversammlung am 23. Oktober eine starke Liste mit motivierten und engagierten Persönlichkeiten präsentieren zu können, die ein möglichst identisches Abbild unserer Gesellschaft widerspiegeln. Bei uns gibt es Meinungsvielfalt und keinen Fraktionszwang. Unser Name ist rein historisch bedingt und hat nichts mit den Freien Wählern zu tun. Ursprünglich waren lauter kleine Vereine und Organisationen unter dem Dach der Freien Wähler von Neubiberg und Unterbiberg vereinigt.

Was waren die wichtigsten Projekte in Ihrer Amtszeit?

Reiner Höcherl will in Günter Heylands Fußstapfen treten.

In der ersten Amtsperiode wurden drei Kreuzungen in der Hauptstraße ausgebaut, die Außenhülle des Hauses für Weiterbildung (HfW) energetisch saniert und die Kinderbetreuungsplätze (vier neue und zwei renovierte Kitas) erhöht. Außerdem haben wir eine Ganztagsschule eingeführt und waren mit Renovierung und/oder Neubau der Realschule und des Gymnasiums beschäftigt. Auch ist es uns gelungen, die Grundstücke des Umweltgartens und des Sportzentrums für die Gemeinde zu erwerben und haben ein Nachverdichtungs- und eines Integriertes Klimaschutzkonzept entwickelt. Bei all dem sei die Konsolidierung der desolaten Haushaltssituation von 2008 nicht zu vergessen. Die zweite Amtsperiode begann mit dem Neubau des Unterbiberger Feuerwehrgerätehauses, dem Bau eines Kunstrasenplatzes für die Mitglieder dreier Vereine und der Erweiterung des Friedhofes. Es folgte die Realisierung von insgesamt 57 preisgünstigen Bedienstetenwohnungen sowie Wohnungen für Neubiberger, und schließlich die Planung eines neuen Seniorenzentrums mit weiteren Wohnungen. Das Strukturkonzept Hachinger Tal wurde auf den Weg gebracht, viele Verkehrsthemen, unter anderem die Machbarkeitsstudie zu einer S-Bahn-Unterführung der Hauptstraße bearbeitet. Höhepunkt ist sicherlich das größte Projekt in der Geschichte unserer Gemeinde – das Bürgerzentrum Neubiberg 2022 mit Rathaussanierung, Rathausneubau, Tiefgarage und Modernisierung des HfW zugleich.

Werden Sie künftig nicht mehr kommunalpolitisch aktiv sein?

Ich bleibe weiterhin erster Vorsitzender der FW.N@U und kann natürlich auch Hilfestellungen geben. Aber Reiner Höcherl muss und wird sein eigenes Profil entwickeln. Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigenen Ziele. Ich finde es gut, dass die anderen Kandidaten ihren Wahlkampf nun nicht mehr an mir als Bürgermeister beziehungsweise als Person ausrichten können, sondern einen echten inhaltlichen Wahlkampf führen werden müssen. An mir können Sie sich nicht reiben.

Interview: Claudia Engmann

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