„Die Bürger mit ins Boot nehmen“

Umfrageaktion für kleines Dorfzentrum in Großhelfendorf gestartet

Die Übergabe der Unterschriften (von links, alle Mitglieder der PWH): Hermann Oswald, Bürgermeister Hans Eichler, Anneliese Sanktjohanser, Andreas Eder, Max Demmel, Thomas Lehder, Gabriele Katzenberger. Mit der Fragebogenaktion installierte die PWH drei Briefkästen, um die Bevölkerung daran zu beteiligen.
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Die Übergabe der Unterschriften (von links, alle Mitglieder der PWH): Hermann Oswald, Bürgermeister Hans Eichler, Anneliese Sanktjohanser, Andreas Eder, Max Demmel, Thomas Lehder, Gabriele Katzenberger. Mit der Fragebogenaktion installierte die PWH drei Briefkästen, um die Bevölkerung daran zu beteiligen.

Größtenteils besteht die Dorfmitte in Großhelfendorf aus Wiese. Doch wenn es nach dem Willen der Gemeinde Aying geht, dann soll auf der rund 3300 Quadratmeter großen Fläche an der Dorfstraße in absehbarer Zeit ein kleines Dorfzentrum entstehen. Beraten hat der Gemeinderat bereits darüber, aber noch keine Beschlüsse gefasst. Die PWH hat bereits eine Fragebogenaktion gestartet.

Ein Dorfzentrum in Großhelfendorf oder nicht? Das ist die Frage, mit der sich der Ayinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte. Für die weiteren Pläne könnte eine Fragebogenaktion der Parteiunabhängigen Wählergemeinschaft Helfendorf (PWH) hilfreich sein. 50 Rückmeldungen konnte die PWH nunmehr Bürgermeister Hans Eichler (PWH) überreichen.

Eichler merkte an, dass er die Unterlagen postwendend an das beauftragte Planungsbüro weitergereicht hat. Dieses wiederum hat den Auftrag des Gemeinderats, ein städtebauliches Konzept und eine Untersuchung des möglichen Nutzens für den Ort und der Finanzierung zu erstellen. Mit Ergebnissen wird 2018 gerechnet. Als Zuarbeit versteht der Rathauschef die Ergebnisse der PWH. Schon auf der Bürgerversammlung vor zwei Jahren haben Anneliese Sanktjohanser und Gabriele Katzenberger für die PWH dazu aufgerufen, diese Dorfmitte endlich mit Leben zu erfüllen. Vor 18 Jahren hat die Kommune die Fläche erworben, um Gestaltungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Ziel war und ist es, „diese wichtige Fläche selbst gestalten zu können“, so Eichler bei der damaligen Bürgerversammlung. Nachdem andere Projekte in der Gemeinde Vorrang hatten, sei es nunmehr an der Zeit, dieses Thema zu forcieren, erklärte der 60-Jährige nunmehr. Da am nördlichen Ortsrand ein Rewe-Markt entstehen soll und die Aushubarbeiten bereits im Gange sind, sei es jetzt um so wichtiger, sich Gedanken über die Ortsmitte zu machen, um dort Ortsleben zu ermöglichen. Heuer beschäftigte sich der Gemeinderat bereits mit Überlegungen für die Ortsmitte.

Unterschiedliche Ansichten gab es aber schon im Gremium, welchen Umfang die Bebauung haben könnte. Auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung an die PWH zeigen ein ähnliches Bild. Zwischen „gar nichts machen“ und „alles zupflastern“ ist alles herauszulesen, wobei diese Meinungen klare Minderheiten darstellen. Ausnahme war auch der Vorschlag für einen BMX- und Skaterpark. „Das Gros wünscht sich vor allem einen grünen Dorfplatz“, merkt PWH-Vizevorsitzende Gabriele Katzenberger an. Interessant sei auch, so PWH-Gemeinderat Hermann Oswald, dass sich so mancher Fragebogenausfüller stark mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Da wurden Internetlinks angefügt, wie es zum Beispiel in der Stadt Tittmoning im Landkreis Traunstein bereits aussieht. Auch Fotos wurden angefügt. Eine zehnjährige Schülerin machte sich ausführliche Gedanken darüber, wie ältere Menschen an Ort und Stelle versorgt werden könnten. Eine Apotheke wäre nicht verkehrt, auch an eine Physiotherapie könnte nachgedacht werden. PWH-Gemeinderat Max Demmel findet es charmant, dass sehr viele Rückmeldungen ein Café und/oder eine Eisdiele vorschlagen. Darüber sei durchaus auch im Gemeinderat schon gesprochen worden. Der Dorfplatz soll schließlich eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen.

Über die genaue Bebauung und Nutzung ist noch kein Beschluss gefallen, betont der Rathaus- chef. Aber es sei der richtige Zeitpunkt, sich intensiver Gedanken zu machen. Ein Thema dürfte die Dorfmitte auch bei der Ortsteilbürgerversammlung am 27. September im Gasthof „Zur Post“ in Großhelfendorf sein. Für PWH-Gemeinderat Andreas Eder ist es wichtig, dass die Bevölkerung eng eingebunden wird in die Planung: „Wir dürfen das nicht an den Bürgern vorbei machen, wir müssen sie mit ins Boot nehmen.“ 

wjr

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