Corona als Katapult in die Zukunft

Die Stichwahl am 29. März wird entscheiden, wer in das Höhenkirchner Rathaus einzieht

Die Kommunalwahl entschied für den Höhenkirchen-Siegertsbrunner Gemeinderat, dass die CSU in den nächsten sechs Jahren sieben Sitze einnimmt. Die Grünen erhalten sechs, die UB haben vier und die AFW zwei Sitze. Mindy Konwitschny (SPD) und Roland Spingler (CSU) kämpfen um das Bürgermeisteramt.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Bei den Bürgermeisterwahlen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn erzielte Mindy Konwitschny (SPD) mit 37,2 Prozent das beste Ergebnis unter den vier Kandidaten. Damit ist die langjährige zweite Bürgermeisterin ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Sie ist sehr zufrieden mit dem Wahlausgang: „Das ist mein Wunschergebnis. Abgesehen natürlich von solchen Träumereien, dass man es gleich im ersten Wahlgang schafft. Ich habe jetzt wieder wie vor sechs Jahren 37 Prozent geschafft – und diesmal bei vier statt drei Kandidaten.“ 

Roland Spingler (CSU) tritt gegen Mindy Konwitschny (SPD) für das Bürgermeisteramt an.

Am 29. März geht es nun in die Stichwahl gegen Roland Spingler (CSU), der zehn Prozent weniger Stimmen als Konwitschny erhalten hat. Obwohl in zwei Wochen alles offen ist, blickt die Sozialdemokratin optimistisch in die Stichwahl. Der Wahlkampf in den nächsten zwei Wochen wird anders als geplant ablaufen. 

„Wir werden einfach schneller in die Zukunft katapultiert, was das angeht“, meint die Kandidatin. „Es wird viel mehr als bisher über Medienarbeit oder telefonisch ablaufen. Wir werden Flyer verteilen mit den Kontaktdaten, damit die Bürger anrufen können.“ Während die Wahl für Konwitschny wie gewünscht verlief, musste ihre Fraktion im Gremium einen Sitz einbüßen. 

Sie sei im Grunde positiv überrascht gewesen, dass die Partei nicht noch mehr Sitze abgeben musste. „Man merkt den Einfluss der Bundes-SPD schon sehr“, erklärt Konwitschny. Ihrer Meinung nach müsse die Partei deutlich an ihrem Image arbeiten. „Die SPD hat auch auf Bundesebene viel Positives erreicht. Aber das muss viel mehr an die Menschen herangetragen werden. Gerade junge Leute erreichen wir kaum“, erzählt sie. Dennoch: für die bevorstehende Stichwahl will sie alle Altersgruppe ansprechen und für alle präsent sein. „Das ist gerade bei der Bürgermeisterwahl wichtig.“ 

Roland Spingler (CSU) tritt gegen Mindy Konwitschny (SPD) für das Bürgermeisteramt an.

Konwitschnys Gegenkandidat Roland Spingler zeigt sich mit dem Wahlergebnis zufrieden. „Ich habe auf eine Stichwahl gehofft, aber dass ich das bei diesem Kandidatenfeld schaffe, hat mich gefreut“. Allerdings räumt er ein: „Der Abstand zu meiner Gegenkandidatin könnte natürlich noch geringer sein.“ In die Stichwahl geht er dennoch optimistisch: „Da können wir noch viel bewegen. 

Wir müssen noch deutlicher die Unterschiede herausarbeiten und die Bürger überzeugen, dass unsere Positionen die besseren sind“, erklärt der CSU-Kandidat. Für die Stichwahl wolle er versuchen, auch noch den ein oder anderen Nichtwähler zu mobilisieren. Außerdem hofft Spingler auf den ein oder anderen Wähler von UB-Kandidatin Andrea Hanisch, die jahrelanges CSU-Mitglied war, mit seinen Positionen für sich gewinnen zu können. Mit dem Ausgang der Gemeinderatswahlen hadert der Bürgermeisterkandidat dagegen noch. Das Minimalziel stärkste Fraktion zu werden, sei zwar erreicht. 

„Aber nur sieben Sitze sind schon ein Wermutstropfen.“ Er führe es darauf zurück, dass sich die Kandidaten stark von der von den letzten Wahlen 2014 unterschieden haben. „Nur noch neun Kandidaten von 2014 waren auf der Liste. Wir hatten viele neue und auch junge Leute dabei“, meint Spingler. Das sei auch richtig so, denn das sei die Zukunft. „Aber Namen wie Ursula Mayer oder Hans Loidl haben natürlich viele Wählerstimmen gezogen.“ 

Iris Janda

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