Halbe halbe bei den Kosten

Strukturkonzept für Bebauung des Löwenbräu-Geländes

Über dieses Feld würde die Trasse der sogenannten „Münchner Lösung“ verlaufen.
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Über dieses Feld würde die Trasse der sogenannten „Münchner Lösung“ verlaufen.

Die Umsetzung der Rahmenplanung für Unterbiberg geht in die nächste Runde. Für eine gemeinsame Siedlungs-, Verkehrs- und Freiraumentwicklung im Bereich Unterbiberg und Perlach wollen die Gemeinde Neubiberg und die Landeshauptstadt München ein interkommunales Strukturkonzept erstellen lassen. Der Stadtplanungsausschuss von München hat nun entschieden, sich zu 50 Prozent an den Kosten hierfür zu beteiligen.

Das Planungsbüro „Stadtplanung Dragomir GmbH“ aus München, das schon an der Rahmenplanung Unterbiberg beteiligt war, wird nun – gemäß dem jüngsten Beschluss des Neubiberger Gemeinderats – beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, wie man das sogenannte Löwenbräu-Gelände an der Stadtgrenze entwickeln könnte und wie weitere Flächen. Das Gelände an der Nordwestecke der Wohnsiedlung Vivamus in Unterbiberg war einst für die Brauereiverlagerung der Löwenbräu vorgesehen. Es liegt zu 5,5 Hektar auf Münchner Grund und zu 7,4 Hektar auf Neubiberger Grund, ist aber beiderseits Privateigentum Dritter. Somit müssen die Eigentümer letztendlich ihre Flächen für die entwickelten Planungen verkaufen wollen. Zudem müssen auch die weitergehenden Planungen mit dem Regionalen Planungsverband München abgestimmt werden.

Neubiberg will auf dem Gelände ausschließlich Gewerbe ansiedeln. Das hatte der Gemeinderat im Dezember 2014 bei Vorlage der Ergebnisse der Rahmenplanung Unterbiberg beschlossen. Auf Münchner Seite sollen Wohnungen entstehen.

Neben städtebaulicher Entwicklung soll das Strukturkonzept auch Verkehrsfragen lösen. Eine mögliche Entlastung des Ortskerns Unterbiberg ist ebenso erwünscht wie die Erschließung des Gewerbegebiets Perlach-Süd, wobei für letzteres die sogenannte „Münchner Lösung“ als Verbindung der Unterhachinger Straße mit der Unterbiberger Straße in den Fokus rückt. Die „Münchner Lösung“ verliefe südlich der Nabburger Straße allein auf Münchner Grund, quert aber den Grünzug, den Hachinger Bach sowie Hochwasserschutzflächen. Die Kosten für das Konzept wollen sich München und Neubiberg teilen, wobei die Landeshauptstadt maximal 15.000 Euro bezahlen will.

Auch Hochwasserschutz ist ein Thema. Die Landeshauptstadt München habe bereits 100.000 Euro freigegeben für ein Grundwassergutachten des Hachinger Bachs, betonte Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland (Freie Wähler N@U) gegenüber HALLO. Man müsse den Pegelstand des Grundwassers und die Beschaffenheit des Untergrunds etwaiger Überlaufflächen untersuchen, bevor man diese als Versickerflächen für Hochwassersituationen ausweise.

Heyland ist froh über die Einigung mit München. Zu ersten Gesprächen traf man sich im Mai und erneut im Juni. Beide Seiten hoffen bei dem vertieften Strukturkonzept auf Lösungen für Wohn- und Gewerbeansiedlung, zur Hochwasserproblematik und Verbesserung des ÖPNV-Angebots.

Angela Boschert

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