Geld zurück für die Gemeinden

Staatsregierung fördert Raumluftfilter für alle Klassenräume 

Ein Raumluftfilter steht in einer Schulklasse neben dem Lehrerpult.
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Der Freistaat Bayern fördert nun auch rückwirkend zum 1. Oktober 2020 die Anschaffung von Raumluftfiltern für Klassenräume, die ausreichend belüftbar sind.
  • vonIris Janda
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Im Herbst entschieden sich einige Landkreis-Gemeinden, Raumluftfilter für Schulen und Betreuungseinrichtungen auch außerhalb der Förderrichtlinie des Freistaates auf eigene Kosten zu beschaffen. Sie erhalten nun von der Staatsregierung einen Teil der Kosten für die Geräte zurück.

Ungewöhnliche „Zuhörer“ nahmen an der jüngsten Gemeinderatssitzung in Putzbrunn teil. „Das sind unsere zwei R2D2s“, erklärte Bürgermeister Edwin Klostermeier scherzend. Denn die für die Klassenzimmer der Grundschulen georderten Raumluftfilter sind mittlerweile eingetroffen. Weil die Schulen derzeit geschlossen sind, wurden sie in der Sitzung im Bürgerhaus getestet.

„Als Unterstützung zum Lüften“, wie der Rathauschef betonte. Und für diese technischen Unterstützung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus wird den bayerischen Gemeinden von der Staatsregierung nun noch stärker finanziell unter die Arme greifen.

Wie das Kultusminsterium nun bekannt gab, werden Gemeinden nicht nur bei der Ausstattung von schlecht belüftbaren Klassenräumen mit Raumluftfiltern unterstützt, sondern auch bei allen anderen Klassen- und Fachräumen in Ergänzung zur Fensterlüftung.

Bis zu 50 Prozent pro Raum, maximal 1750 Euro, werden vom Freistaat gezahlt. Diese finanzielle Entlastung trifft damit Gemeinden wie etwa Putzbrunn und Hohenbrunn, die für alle Klassenzimmer Raumluftfiltergeräte auf Gemeindekosten gekauft haben. Denn die am 22. Dezember vergangenen Jahres beschlossene Ergänzung der Förderung mobiler Luftreinigungsgeräte gilt rückwirkend bis zum 1. Oktober.

Entnommen wird das Geld aus dem Fördertopf in Höhe von 50 Millionen Euro für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Kitas, Großtagespflegestellen, Heilpädagogischen Tagesstätten und Schulen. Das entsprechende Förderkonzept wurde am 1. Oktober 2020 beschlossen und stellte bereits Geld für die Ausstattung der Klassenräume mit CO2-Ampeln sowie die Bereitstellung von mobilen Luftfiltergeräten für schlecht zu lüftende Räume.

Deshalb heißt es, schnell sein lohnt sich: Denn die Förderung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge bei den Regierungen, nur solange Fördermittel zur Verfügung stehen. Anträge können seit dem 25. Januar gestellt werden und werden bis zum 31. März 2021 angenommen.

Weitere Informationen gibt es unter: https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/7115/foerderung-von-investitionskosten-fuer-technische-massnahmen.html.

ija

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