Simulationsmodell für Putzbrunn?

„Wir brauchen eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik für Putzbrunn“, erklärte der Bürgermeisterkandidat Eduard Boger bei einer Diskussionsveranstaltung der CSU Putzbrunn zum Thema "Verkehr und Lärmschutz". In den letzten sechs Jahren sei nichts Nennenswertes passiert.

Boger habe sich hierzu schon intensiv Gedanken gemacht. So hatte er gemeinsam mit der CSU-Gemeinderatsfraktion einen Antrag für ein Simulationsmodell entwickelt, das ermittelt, wie geeignete Lärmschutzmaßnahmen in Putzbrunn aussehen. Seit Wochen werde der Antrag vom Rathaus aber nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Christoph Göbel, stellvertretender Landrat und 1. Bürgermeister der Gemeinde Gräfelfing, attestierte dem Simulations-Modell beste Chancen. Für wenig Geld bekomme man ein gutes und sicheres Planungsinstrument an die Hand. Göbel zeigte mittels Zahlenbeispielen auf, dass der Verkehr im Landkreis weiter drastisch ansteigen werde. Allein auf der A 99 rechne man 2025 mit 200.000 Fahrzeugen täglich. Gerade vor dem Hintergrund des geplanten Ausbaus der A 99 bis Haar müsse eine zeitnahe Lärmschutzmaßnahme für die Putzbrunner sichergestellt werden, betonte der Bürgermeisterkandidat. Hinzu komme der Reflektionsschall, der durch die Grasbrunner Lärmschutzwand verursacht werde. Seit Sommer stehe Boger daher mit Göbel und Experten eines Ingenieurbüros in engem Kontakt was das Thema Flüsterasphalt betreffe. Gräfelfing habe hiermit durchweg positive Erfahrungen gemacht. Der Gräfelfinger Bürgermeister stellte klar, dass jede Initiative für einen Lärmschutz von der Gemeinde selbst ausgehen müsse. Ein weiteres wichtiges Thema für Boger ist es, die B 471 aus dem Ort herauszubringen und im Sinne des Ortsleitbildes einen neuen Ortsmittelpunkt zu schaffen. „Das ist jedoch realistisch gesehen eine langfristige Aufgabe, der ich mich aber mit allem Nachdruck stellen werde", so Boger. Überhaupt sei ihm das Thema Verkehr ein Herzensanliegen, das eines der Top-Themen auf seiner Agenda sei.

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