Sieg ging nach Aying

Der Anbau von Braugerste stellt eine wichtige Existenzgrundlage für die landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis München dar. Im letzten Jahr haben die Landwirte mit 4760 Hektar knapp ein Viertel der Ackerfläche von Landkreis und Stadt München mit Braugerste bestellt.

Die Anbaufläche ist aber im Vergleich zum Vorjahr um 318 Hektar zurückgegangen. Ursache dafür ist die nicht zufriedenstellende Erlössituation. Vor zwei Jahren konnten die Landwirte ihre qualitativ hochwertige Braugerste noch für 30 Euro/dt verkaufen, während mittlerweile nicht einmal mehr 10 Euro/dt von den Aufkäufern und Händlern angeboten werden. Zu diesen Preisen können die Landwirte nicht einmal ihre variablen Produktionskosten decken. Die Anbauer haben höhere Aufwendungen, als sie durch den Verkauf der Ware erzielen. Ein Wechsel auf alternative Kulturen ist schwierig. Die Schotterböden liefern nahezu ideale Standortvoraussetzungen für die Braugerste. Neben guten Erträgen wird im Landkreis München auch eine hohe Qualität erzeugt. Davon konnten sich bereits die Besucher der Braugerstenschau in Moosburg überzeugen. Die Teilnehmer aus dem Landkreis München haben hier hervorragend abgeschnitten. Im Rahmen des Ackerbautages in Grasbrunn wurden diese nun geehrt. Landkreissieger wurde Balthasar Huber aus Aying. Wie die zukünftige Entwicklung des Braugerstenanbaus im Landkreis München weitergeht, wird davon abhängen, ob die hochwertige, einheimisch erzeugte Qualität mit zufriedenstellenden Erzeugerpreisen honoriert wird.

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