Großes Engagement für die Kleinen

Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung

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Bürgermeisterin Ursula Mayer (Mitte) dankte den Helfern.

Jeden Morgen stehen sie freiwillig an den gefährlichen Übergängen, um den Kindern sicher über die Straße zu helfen: Die Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.Doch nun kommt mit der Baustelle an der Rosenheimer Straße eine neue Herausforderung auf sie zu.

Vincent Soubervie (44) ist seit drei Jahren einer der vielen ehrenamtlichen Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Er kam vor vier Jahren aus Frankreich hierher und war von einem solchen Ehrenamt sofort begeistert. „Ich finde es großartig, dass es in Deutschland so etwas gibt. In Frankreich gibt es keine Schulweghelfer. Ich finde es toll, dass viele Eltern und Bürger sich derart engagieren und sich um das Wohl und die Sicherheit der Kinder kümmern“, erklärt er. Er selbst hat zwei Kinder. „Dies hat mich natürlich noch mehr dazu motiviert, Schulweghelfer zu werden.“

Vincent Soubervie ist einer der ehrenamtlichen Schulweghelfer.

Zu Ehren der Schulweghelfer fand am 3. Juli das diesjährige Dankesessen in dem griechischen Restaurant „Taverna Ammos“ statt. Bei schönem Wetter und bester Laune ließen es sich die Helfer gut gehen und genossen das gesellige Beisammensein. Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU)begrüßte die Gäste mit einer kurzen Dankesrede und machte deutlich, wie wertvoll die Arbeit und das Engagement der Ehrenamtlichen ist. Die meisten Schulweghelfer sind so eingeteilt, dass sie drei bis sechs mal im Jahr für jeweils eine Woche von Montag bis Freitag, 7.30 bis 8.00 Uhr, den Kids über die Straße helfen. „Vor allem ist es schön, die Entwicklung der Kinder zu beobachten. Am Anfang der Woche sind viele noch etwas schüchtern, weil sie das neue Gesicht des Schulweghelfers noch nicht ganz zuordnen können. Natürlich grüßt man die Kleinen stets freundlich, lächelt sie an und wünscht ihnen einen schönen Tag. Im Laufe der Woche sind die Kinder dann viel aufgeschlossener, grüßen schon aus weiter Ferne und wünschen einem ebenfalls einen schönen Tag. Das ist total putzig“, beschreibt der zweifache Vater Soubervie.

Aber neben all dem Spaß und der Heiterkeit gibt es trotzdem einen entscheidenden Grund, weshalb die Schulweghelfer so wichtig sind – die Sicherheit der Kinder! „Es ist interessant zu beobachten, wie sehr sich das Verhalten eines Menschen ändert, sobald dieser in einem Auto sitzt“, erklärt der Helfer. „Oftmals begegnen mir Menschen auf der Straße, die freundlich und zuvorkommend sind. Am nächsten Tag sitzen diese dann in ihrem Auto und rasen was das Zeug hält. Solche Raser sind natürlich die größte Gefahr für die Kinder, denn oftmals kann eine ruhige Situation blitzartig in eine gefährliche umschwenken. Da ist dann besonders hohe Aufmerksamkeit und Reaktion gefordert.“

Derzeit gibt es wegen der Straßensperrungen und Umleitungen in Höhenkirchen zusätzlichen Bedarf an Helfern. Es werden aktuell Überlegungen angestellt, einen zusätzlichen Übergang in der Altlaufstraße zu errichten. Dazu müsse aber das Helferteam, welches sich aktuell aus rund 170 Personen zusammensetzt, aufgestockt werden. „Wir freuen uns über jeden neuen Helfer, der unser Team entlastet und unterstützt“, erzählt Monika Gutmann, Organisatorin der Schulweghelfer.

Interessierte können mit ihr Kontakt aufnehmen unter 08102/780972 oder per E-Mail an schulweghelfer@hksi.de. Weitere Informationen rund um das Thema Schulweghelfer gibt es auf der Seite www.schulweghelfer.hksi.de

Jens Verhey

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