Ruth Eder interviewt Luise Kinseher

„Mama Bavaria“ beim Kulturstammtisch

Mit einem weiteren hochkarätigen Talk-Gast steigt die Journalistin und Buchautorin Ruth Eder am Donnerstag, 18. Oktober, nach der Sommerpause in ihren 58sten (!) „Ottobrunner Kulturstammtisch“ ein:

Nach Marianne Koch und Hans-Jochen Vogel wird diesmal die Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher am Gasthaustisch im „Ayinger“ des Wolf-Ferrari-Hauses aus dem Nähkästchen plaudern. 

Man darf auf humorvolle Dialoge gespannt sein, denn Kinseher (43), die zuletzt als „ Mama Bavaria“ Schlagzeilen machte, weil sie als erste Frau überhaupt der Bayerischen Polit-Prominenz am Nockherberg scharfzüngig die Leviten las, ist eine witzige Talkerin und Ruth Eder versteht sich aufs punktgenaue Fragen.

Luise Kinseher kam, wie nicht wenige gute Kabarettisten, in Niederbayern zur Welt und wusste schon früh, was sie wollte: Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaften und schrieb ihre Magisterarbeit über den (niederbayerischen) Kabarettisten Sigi Zimmerschied. Schon 1992 sammelte sie erste kabarettistische Erfahrungen und gehörte zwischen 1993 und 1998 zum Ensemble der „Iberl-Bühne“ in München-Solln, wo sie in über 800 Aufführungen brillierte. 

Als bayerische Volksschauspielerin fürs Fernsehen entdecke sie der Regisseur Franz Xaver Bogner, der sie in „Café Meineid“ oder „München 7“ einsetzte. Auch Kino-Star  Marcus H. Rosenmüller wurde schnell auf Luise Kinseher aufmerksam: Sie spielte in seinen Spielfilmen „Beste Zeit“ und „Vorne ist verdammt weit weg“ wichtige Rollen.

2010 kam noch  eine spektakuläre Aufgabe hinzu: Kinseher trat erstmals im Singspiel am Nockherberg als „Mama Bavaria“ auf, was derart einschlug, dass sie seit 2011 als „Mama Bavaria“ die Salvator-Rede beim traditionellen Politiker-Derbecken hält. Der Bühne ist sie dennoch treu geblieben: „Einfach reich“ heißt ihr Bühnenprogramm von 2010, das sie ins Mekka des Kabaretts, die „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ führte. Die Künstlerin lebt in München und wurde unter anderem mit dem „Deutschen Kleinkunstpreis 2002“ und den „Kabarettpreis der Landeshauptstadt München“ ausgezeichnet.

Der „Ottobrunner Kulturstammtisch“ beginnt um 19.30 Uhr und der Veranstalter, Erster Bürgermeister Thomas Loderer, wird wie immer mit von der Partie sein und für Spenden werben. Eintritt wird nämlich keiner erhoben, dafür freuen sich die Gemeinde und die Moderatorin über einen Zuschuss der Zuhörer für ein soziales Projekt, das der jeweilige Talkgast aussucht: Luise Kinseher hat sich für die Kirchenküche der Münchner Versöhnungskirche entschieden.

 

Auch interessant:

Meistgelesen

Anbringen von Warnschildern von Gemeinde Putzbrunn nicht gestattet
Anbringen von Warnschildern von Gemeinde Putzbrunn nicht gestattet
Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn 
Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn 

Kommentare