Keine Synergien mit Gymnasium nutzen

Realschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll neben Grund- und Mittelschule gebaut werden

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Neben der Erich Kästner Grund- und Mittelschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll die neue Realschule gebaut werden. Vier verschiedene Flächen hatten zur Diskussion gestanden.

„Ich halte das für eine katastrophale Fehlentscheidung“, lautete das Fazit von Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) nach über zweistündiger Diskussion um den Standort der neuen Realschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Die Schule soll nach Willen des Gemeinderates jetzt neben der Erich Kästner Grund- und Mittelschule an der Brunnthaler Straße gebaut werden. Insbesondere das nach Meinung der Mehrheit des Gemeinderates bereits herrschende Verkehrs- chaos an der Bahnhofstraße, an der das Gymnasium liegt – es soll aufgrund steigender Schülerzahlen noch erweitert werden – gab vermutlich den Ausschlag für diese Entscheidung. Sie fiel mit 15 zu acht Stimmen für die Variante neben der Grund- und Mittelschule. Vier verschiedene Flächen an drei Standorten hatten zur Diskussion gestanden: Ausgeschlossen wurde zunächst der Standort im neuen Gewerbegebiet Nord, der in Richtung der Nachbargemeinde Hohenbrunn gelegen ist. „Da würden wir uns ja unser Gewerbegebiet wegschießen“, so der Kommentar von Bürgermeisterin Mayer. 

Es blieben noch zwei verschiedenen Flächen neben dem bereits bestehenden Gymnasium an der Bahnhofstraße sowie ein Grundstück neben der Erich Kästner Grund- und Mittelschule an der Brunnthaler Straße. Begonnen hatte die Diskussion mit einem Eilantrag der SPD-Vorsitzenden Mindy Konwitschny auf einen Bürgerentscheid über die Standortfrage: „Wir sollten die Bürger mit einbeziehen. Die Europawahl wäre eine Gelegenheit, gleichzeitig auch einen Entscheid durchzuführen.“ 

Dieser Vorschlag wurde von Bürgermeisterin Mayer scharf kritisiert: „Das hätte vorbereitet und von Ihnen vor zwei Wochen eingehen müssen, damit es auf der Tagesordnung landet“, so ihre Aussage. „Außerdem wäre das eine Verzögerung, die starke Auswirkungen auf den Schulzweckverband hätte“, mahnte sie. Denn das Gymnasium müsse bis 2025 in Betrieb gehen. Zu diesem Zeitpunkt war die Bürgermeisterin offenbar noch davon überzeugt, ihr Gremium von den Synergieeffekten bei einem Bau der Realschule neben dem Gymnasium an der Bahnhofstraße zu überzeugen. Nach langwierigem Punktesammeln auf einer Overhead- folie für oder gegen Kriterien wie Erweiterungsmöglichkeiten, Bau einer 400-Meter-Bahn, Synergieeffekten mit entweder Gymnasium oder Grund- und Mittelschule, zusätzlichem Verkehr und der Anbindung durch Straßen oder öffentlichen Nahverkehr konnte die Bürgermeisterin ihren Rat schließlich nicht in der Mehrheit für einen Standort neben dem Gymna- sium überzeugen. Der Antrag von Mindy Konwitschny über einen Bürgerentscheid, wurde vom Gremium für eine weitere Behandlung abgelehnt und nicht weiter verfolgt.

cen

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