Gemeinde will Wildparkern Fläche geben 

Putzbrunn prüft Einrichtung von Parkplätzen für Wohnmobile und -wägen

An der Straße parken mehrere Autos und ein Wohnmobil.
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Geht es nach FW und FDP in Putzbrunn, sollen die Bürger eine eigene Parkfläche für ihre Wohnmobile bekommen.
  • vonIris Janda
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Auf Antrag der Freien Wähler hin will die Gemeinde Putzbrunn untersuchen, wie hoch der Bedarf ihrer Bürger für Wohnmobil-Parkplätze ist. Wenn das Interesse groß genug ist, soll ein eigener Parkplatz für die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden.

Wild geparkte Wohnmobile und Wohnwägen sind in vielen Gemeinden Anwohnern wie Verwaltung ein Dorn im Auge. Doch viele Camper haben auf eigenem Grund nicht die Möglichkeit, ihre Wagen abzustellen. Und die Mietgebühren für Stellplätze in Hallen sind in der Regel sehr hoch.

Die Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern und FDP in Putzbrunn hat im jüngsten Verkehrsausschuss einen Antrag eingereicht, der bei diesem Problem Abhilfe schaffen soll. Demnach soll die Gemeinde eine begrenzte Anzahl an gemeindeeigenen Parkplätzen für Wohnmobile und Wohnwägen freigeben. Gegen eine Gebühr können ausschließlich Putzbrunner Bürger eine entsprechende Bescheinigung erwerben, um diese Parkfläche zu nutzen. Wie hoch eine entsprechende Gebühr ausfallen könnte, ist derzeit noch unklar.

Und den Antragsstellern schwebt bereits ein konkretes Grundstück vor, das sich dafür eignen könnte: Die Fläche am Philipp-Kreis-Bogen hinter dem Bauhof bei den alten Schrebergärten. „Das ist eine aufgefüllte Kiesgrube. Da müsste nur der Humus oben abgetragen werden, die Wohnwägen könnten auf Kies stehen, man müsste nicht pflastern. Das ginge ohne viel Aufwand“, erklärt FW-Fraktionsvorsitzender Josef Jakob.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, den Antrag vorerst zurückzustellen und weitere Untersuchungen anzustellen. Zum einen soll geprüft werden, ob sich die vorgeschlagene Fläche wirklich für diesen Zweck eignet. Zum anderen wird über das Gemeindeblatt „Unser Putzbrunn“ und auf der Homepage derzeit eine Bedarfsumfrage gemacht. So soll herausgefunden werden, wie viele Bürger das Angebot nutzen würden. Jakob, der einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, ist sich aus eigener Erfahrung sicher, dass der Bedarf vorhanden ist: „Ich bekomme viele Anfragen, ob ich auf meinem Grundstück oder in meinen Hallen Platz habe, um Wohnmobile unterzubringen“, erklärt der Gemeinderat.

Die Regelung, dass auf dem Bürgerhaus-Areal nur Pkw parken dürfen, halte er für den falschen Weg. „Mit dem Parkverbot für Wohnmobile lösen wir nicht das Problem, sondern verschieben es nur!“, verdeutlicht er. Denn es werde nun überlegt, auch am Florianseck ein entsprechendes Parkverbot für Wohnmobile einzuführen. „Wo sollen die dann hin? Dann parken sie im Gewerbegebiet und nehmen den Mitarbeitern dort die Stellplätze weg“, meint Jakob. Es sei die Hoffnung, dass durch die legale Möglichkeit, Wohnmobile abzustellen wildes Parken im Gemeindegebiet vermindert wird.

Iris Janda

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