U5-Verlängerung: Rückenwind vom Bund

Ottobrunn/Taufkirchen: Bund stellt mehr Fördergeld für ÖPNV-Projekte in Aussicht

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Bessere Förderungsbedingungen vom Bund könnten die Verlängerung der U5 nach Ottobrunn und Taufkirchen weiter voran treiben.

Am 14. Februar hat der Bundesrat eine deutliche Verbesserung der Förderbedingungen des öffentlichen Personennahverkehrs beschlossen. Davon können Ottobrunn und Taufkirchen sowie der Landkreis München bei der U5-Verlängerung profitieren.

Ottobrunn/Taufkirchen – Verkehrsministerin Kerstin Schreyer freut sich sehr über die jüngst im Bundesrat erreichten Verbesserungen bei den Förderbedingungen: „Der Bund wird die Fördermittel von jährlich 333 Millionen Euro schrittweise auf zwei Milliarden Euro ab 2025 erhöhen. 

Wir haben damit ein wichtiges Ziel erreicht. Nun können die Kommunen eine Förderung durch Bund und Land von bis zu 90 Prozent der Baukosten erhalten. Dies ist ein großer Schritt für viele Projekte in Bayern. Davon kann auch die mögliche Verlängerung der U5 bis Taufkirchen, die U5-Verlängerung bis Pasing und Freiham sowie die geplante Entlastungsspange U9 profitieren.“

Neben der Aufstockung der Mittel wurden dabei auch die Fördervoraussetzungen verbessert. Denn gefördert werden bisher nur Projekte, deren verkehrliche Nachfrage in einem besonders hohen Verhältnis zu den Kosten stehen. Bei dieser Betrachtung sollen nun künftig noch stärker Klima- und Umweltschutzaspekte sowie die Verkehrsverlagerung berücksichtigt werden.

Dabei galt zuletzt ein „Alles-oder-Nichts“-Prinzip. Ein Projekt war also vollständig oder überhaupt nicht förderfähig. Künftig wird es hier bei der Förderung mehr Spielräume geben.

„Für die Gemeinden Ottobrunn und Taufkirchen und den Landkreis München ist das eine große Chance. Wir haben uns als Freistaat hier mit Nachdruck eingesetzt. Nun liegt es an den Kommunen, die verbesserten Förderbedingungen auch zu nutzen“, so Schreyer.

Landrat Christoph Göbel hatte in der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses kritisiert, dass der Landkreis in finanzielle Vorleistung gehen muss. Er sehe beim U5-Ausbau insbesondere den Freistaat in der Pflicht. 

„Dass wir erneut mit großen Summen in finanzielle Vorleistung gehen, ist weder gerecht noch sinnvoll“, so Göbel. „Doch wir laufen sonst Gefahr, dass gar nicht geplant wird“, so der Landrat weiter. Staat und Landeshauptstadt müssen sich nach dem Willen des Landrats und der Kreisräte in jedem Fall später beteiligen.

Die Stadtwerke München treiben seit einigen Jahren den Bau eines zusätzlichen U-Bahn-Betriebshofs in Neuperlach Süd voran. Eine mögliche Verlängerung des südlichen Astes der U5 Richtung Neubiberg, Ottobrunn und Taufkirchen wurde bei den Planungen zunächst noch nicht berücksichtigt.

Der neue Betriebshof soll bereits 2026 in Betrieb gehen. Wie unter dieser zeitlichen Prämisse dennoch eine Verlängerung des U-Bahnstrangs möglich ist, haben die Stadtwerke München in einer Machbarkeitsstudie untersuchen lassen. Man wollte ein Vorgehen finden, welches mit Blick auf die engen Platzverhältnisse in Neuperlach Süd einen späteren Umbau der Gleisanlagen und der neuen Betriebsgebäude verzichtbar macht.

Für anfallende Planungskosten für diese Vorhaltemaßnahmen beim Bau des neuen Betriebshofs in Neuperlach Süd rechnen die Stadtwerke mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Diese soll nach dem Willen der Stadtwerke der Landkreis ­tragen.

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